WIEN. Der Leiter der Evaluierungskommission im Fall Kampusch Ludwig Adamovich sagt, er hätte einiges zum Fall „als Jurist so nicht sagen dürfen“.
Kommentare zu diesem Artikel
eulenauge (16065)
08.01.2010 10:55 Uhr
Das erinnert an den Fall Foco:
Jeder weiß, daß die Version der Behörden völliger Humbug ist, aber keiner traut sich mehr was zu sagen, da mit juristischen Tricks alle mundtot gemacht wurden.
Der Fehler, den Herr Adamovich gemacht hat, ist zu glauben, die Evaluierungskommission solle tatsächlich evaluieren: Gefragt war die unkritische Absegnung der offiziellen Darstellung, von der alle Beteiligten, auch jene, die das feinziselierte, in gedeckten Farben gehaltene Opferbild & seine Vermarktung entworfen haben, profitieren.
Unter die Räder sind bloß Meinungsfreiheit und Wahrheit gekommen: Im Westen nichts Neues.
(0)
|
stoeffoe (9476)
08.01.2010 11:27 Uhr
 |
Der Fehler, den Herr Adamovich...
... gemacht hat ist, Beweise anzukündigen - und sie dann nicht vorzulegen.
Der Fehler war, etwas zu behaupten - was ihm dann - mangels Wahrheitsbeweis - vom Gericht verboten wurde.
Aber sag das mal einem notorischen Verschwörungs-Theoretiker
Mit dieser Verschwörungstheorie ist es wie mit den meisten: je klarer und eindeutiger die Sachlage, desto mehr wird darauf bestanden.
Das entbehrt auch nicht einer gewissen Logik: "Wo Rauch ist ist auch Feuer" heißt es, und da ist ja wirklich mehr als genug Rauch.
Der Behirnungsfehler ist nur, dass schon das erste, ursprüngliche Feuerchen jeder faktischen Grundlage entbehrt hat.
Am Anfang steht immer ein Umkehrschluß ("Es ist nicht so wie 'die' behaupten - also ist es so wie ich glaube").
So wird das zum Selbstläufer. Je mehr und je intensiver die Theorie gesponnen wird, desto glaubwürdiger wird sie scheinbar.
Am Ende beruft man sich sogar darauf, dass es ja soo viele sind, die daran glauben ...
(0)
zum ersten Kommentar des Diskussionszweigs springen »
|