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Krems: Aus zwei Metern in Rücken geschossen
Jetzt droht Polizisten eine Anklage

KREMS. Im Fall des in einem Kremser Supermarkt erschossenen 14-jährigen mutmaßlichen Einbrechers belasten die Gutachten den Polizeibeamten massiv, der am 5. August den tödlichen Schuss abgebeben hatte. Dem Polizisten droht damit eine Anklage wegen schwerer Körperverletzung mit Todesfolge.

Die Feststellungen, die der Gerichtsmediziner Christian Reiter, der Ballistiker Ingo Wieser und der Chemiker Reinhard Binder nun der ermittelnden Staatsanwaltschaft Korneuburg vorgelegt haben, sind mit der Version des Beamten absolut nicht in Einklang zu bringen, die dieser zuletzt bei der gerichtlich angeordneten Tatrekonstruktion angegeben hatte. Wie die OÖNachrichten heute bereits exlusiv berichteten, lag bei der "Schussabgabe keine Angriffssituation" vor.

In Rücken geschossen

Demnach wurde der Schuss aus einer Entfernung von 1,8 bis 2 Metern abgegeben. Der Beamte dürfte sich den Feststellungen der Sachverständigen zufolge auch nicht hingekniet haben, wie er behauptet hatte. Vielmehr gehen die Experten davon aus, dass der Polizist im Stehen dem 14-Jährigen in den Rücken schoss.

Anklage wegen Vorsatzdelikt

Sollte die Staatsanwaltschaft Korneuburg gegen ihn Anklage erheben, könnte weit mehr als die bisher im Raum stehende fahrlässige Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen herauskommen. Er könnte wegen schwerer Körperverletzung mit Todesfolge angeklagt werden.


Artikel mit Diashow!Tatrekonstruktion in Krems

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Neue Details ... · von lawandorderman (80) · 08.10.2009 14:41 Uhr

Bei den Jugendlichen wurden die "Waffen" (Harke, Schraubenzieher) eingesteckt in einer Pullovertasche und unter einer Jacke gefunden. Bei der Auffindung hatte sie nichts in der Hand !

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Polizisten Anklage wozu? · von unbekannt (4) · 09.10.2009 08:15 Uhr

Wozu die Anklage! In Österreich ist noch nie ein Polizist verurteilt worden. Sie werden sehen, dass auch diesmal die Polizei im Recht ist. Man wird es beweisen!

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Wahsinn · von rasputin3 (15) · 07.10.2009 23:36 Uhr

Wenn dieses Gutachten stimmt, dann ist das ganz schlimm. Erstens weil einem Menschen in den Rücken geschossen wurde, und zweitens, weil die Polizisten anscheinend bei ihrer Einvernahme schlichtweg gelogen haben.

Man kann sich nur wünschen, das dieser Fall bald vor Gericht kommt.

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Artikel 07. Oktober 2009 - 13:24 Uhr
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Ermittler der Tatortgruppe vor jenem Supermarkt in Krems, wo bei einem Einbruch ein Jugendlicher erschossen worden war.  Bild: apa

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