OÖN: Frau Sirny, der Adamovich-Sager liegt rund einen Monat zurück. Warum klagen Sie erst jetzt?
Sirny: Ganz einfach, weil ich auf Urlaub war und erst am Montag wieder zurück gekommen bin.
OÖN: Was könnte Ludwig Adamovich gemeint haben, als er gesagt hat, dass die Gefangenschaft Ihrer Tochter Natascha allemal besser war, als das, was sie vorher erlebt hat?
Sirny: Das kann er so gar nicht sagen, er war ja nie bei mir zu Hause. Er kennt mich gar nicht. Ich habe keine Ahnung, wie er darauf kommt.
OÖN: Um wie viel Geld geht es bei Ihrer Klage?
Sirny: Es geht um gar kein Geld.
OÖN: Sondern?
Sirny: Um meinen Ruf.
OÖN: Ist Ihre Tochter Natascha Kampusch mit Ihrer Klage gegen Ludwig Adamovich einverstanden?
Sirny: Ich habe mit ihr darüber gesprochen. Es geht nicht nur um sie, auch um mich, meine beiden anderen Töchter. Das ist für uns alle nicht in Ordnung. Adamovich weiß nicht, was er los getreten hat. Jetzt ist irgendwie alles vernichtet.
OÖN: Natascha Kampusch war also gegen die Klage?
Sirny: Da sage ich nichts dazu, fragen Sie sie doch selber.
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