Ein Sachverständiger fand die ausgebüxte Schlange in der Küche in einem zehn Zentimeter-Schlitz hinter einem der Kästen. Der Mann hatte nach der erfolglosen Suche der vergangenen Tage laut Polizei "noch einmal von vorne begonnen".
Weit aus ihrem Terrarium „geflüchtet“ war die Boa Constrictor aus Graz-Liebenau nicht. Sie war nicht - wie zu Beginn vermutet - durch die gekippte Balkontür entkommen, sondern hatte sich in der Wohnung ihres Besitzers ein warmes Plätzchen gesucht.
Bereits am ersten und zweiten Tag hatten Einsatzkräfte die Wohnung des 52-Jährigen auf den Kopf gestellt, aber die Schlange nicht entdeckt. Deshalb suchte man im Freien in den Äckern und der Umgebung weiter.
Expertenwissen brachte die Suche zurück ins Haus
Dass die Suche doch wieder ins Haus verlegt wurde ist maßgeblich den Schlangenexperten Richard Weixler und Werner Stangl zu verdanken, die feststellten dass das drei Meter lange Tier unmöglich durch den kleinen Spalt der gekippten Balkontüre gekommen sein konnte. Sachverständiger Stangl, der seit Jahren mit Wildtieren zu tun hat und auch schon mehrere derart große Boas in den Händen hielt, machte sich noch einmal in der Wohnung des Besitzers auf die Suche.
Hinter dem Küchenkasten versteckt
Gegen 13.00 Uhr nahm „Amandas“ Versteckspiel schließlich ein Ende: Stangl entdeckte sie hinter einem Küchenkasten - den beiden Experten gelang es nach Herausbrechen einer Blende des Kastens, die Schlange herauszuholen und zurück ins Terrarium zu setzen. Dem Tier gehe es laut Polizei gut: „Die Boa ist wohlauf.“ Wie es nun mit dem Reptil weitergeht, war vorerst noch unklar. Nach Ansicht der Experten ist das Terrarium viel zu klein, der Besitzer solle Amanda in ein mindestens acht Mal so großes umsiedeln - oder abgeben.
Mit dem Fund haben sich wohl auch die rechtlichen Konsequenzen für den Besitzer etwas geändert, denn da das Tier die Wohnung nicht verlassen hat, dürfte die Staatsanwaltschaft auch keine Anklage wegen fahrlässiger Gemeingefährdung erheben. Das behördliche Verfahren wegen der versäumten Meldung und dem zu kleinen Terrarium laufe aber weiter, so die Polizei.
kehren sollen. aufregung für nichts. und wieso hat das viecherl ein "sachverständiger" gefunden?
Weil ma normalerweise als Halter solcher Viecher gegen derartige "Schäden" wie Polizeieinsatz wegen Suche versichert ist...
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