Lade Inhalte...
  • NEWSLETTER
  • ABO / EPAPER
  • Lade Login-Box ...
    Anmeldung
    Bitte E-Mail-Adresse eingeben
    Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse oder Ihren nachrichten.at Benutzernamen ein.

gemerkt
merken
teilen

Unwetter in der Nacht auf Montag - Millionenschäden durch Hagel

Von nachrichten.at/apa, 01. August 2016, 08:48 Uhr
Aufräumarbeiten nach einem Murenabgang im Lungau Bild: (APA)

WIEN. In vielen Teilen Österreichs gab es Sonntagabend und in der Nacht auf Montag heftige Unwetter. In der steiermark ist eine Mure sogar direkt durch ein Wohnzimmer gezogen. Hagelgewitter haben Millionenschäden verursacht.

Die Kärntner Feuerwehren sind in der Nacht auf Montag zu 50 Unwetter-Einsätzen ausgerückt. Wie die Landesalarm- und Warnzentrale auf APA-Anfrage mitteilte, galt es vor allem Keller auszupumpen, Verklausungen in Bächen zu beseitigen und umgestürzte Bäume von Straßen zu räumen. Die meisten Einsätze hat es in den Bezirken St. Veit und Wolfsberg gegeben.

Auch an den Seen standen die Feuerwehren im Einsatz, um vor aufziehenden Unwettern Segler und Surfer rechtzeitig an Land zu holen. Einige Haushalte waren am Sonntagabend ohne Strom, die Energieversorgung konnte aber bis zum Montagmorgen großteils wieder hergestellt werden.

Überflutungen in der Steiermark

In der Steiermark sind am Wochenende und in der Nacht auf Montag erneut schwere Unwetter niedergegangen, die in einigen Bezirken zu Überschwemmungen führten, Straßen verlegten und Bäume entwurzelten. Dies teilte die Landesleitzentrale der Feuerwehren am Montag mit. Insgesamt wurden 106 Wehren zu 148 Einsätzen gerufen. Knapp 1.250 Feuerwehrmänner und -frauen standen im Hilfsdienst. Am stärksten betroffen waren laut Leitzentrale Bereiche in den Bezirken Deutschlandsberg, Graz-Umgebung, Hartberg-Fürstenfeld, Leibnitz, Murtal sowie Murau und Weiz. Umgestürzte Bäume mussten entfernt werden, weiters stand das Auspumpen von Garagen und Kellern, das Sichern und Freimachen von Verkehrswegen als auch Sicherungs- und Aufräumarbeiten im Bereich von kleineren Murenabgängen und Hangrutschungen auf der Einsatzliste. Im Sulmtal riss der heftige Wind das Dach von einer Halle eines landwirtschaftlichen Anwesens.

Die meisten Hilfstätigkeiten wurden noch in der Nacht auf Montag beendet. In Gebieten wie der Stanz bei Mürzzuschlag waren die Feuerwehrkräfte allerdings seit Tagen im Dauereinsatz, unterstützt von Bundesheer-Pionieren aus Villach. In Afling (Bezirk Voitsberg) waren im sogenannten Bocklochgraben zahlreiche Unwetterschäden zu beheben, was auch am Montag noch andauerte.

In Nestelbach bei Graz (Bezirk Graz-Umgebung) hat ein Blitz am Sonntagabend gegen 19.00 Uhr in ein Einfamilienhaus eingeschlagen. Dabei geriet der Dachstuhl in Brand. Durch das Einschreiten der Feuerwehren wurde eine Ausdehnung des Brandes verhindert. Die Bewohner waren zu diesem Zeitpunkt außer Haus, wie die Polizei mitteilte. Die genaue Schadenshöhe konnte vorerst noch nicht beziffert werden.

Die Sperre der Breitenauer Straße (L104) von Pernegg nach Breitenau am Hochlantsch (Bezirk Bruck-Mürzzuschlag), die bereits vor einer Woche von Muren verlegt worden war, blieb weiterhin aufrecht.

160 Einsätze in Niederösterreich

160 Feuerwehreinsätze Sonnatgabend in Niederösterreich: Massiver Regen und Sturm hatten vor allem das Weinviertel getroffen, sagte Franz Resperger vom Landeskommando. In Hohenau a.d. March (Bezirk Gänserndorf) deckte der Sturm sieben Häuser ab. Die Feuerwehr rückte mit Planen aus, um die Objekte zu schützen. In Orth a.d. Donau (Bezirk Gänserndorf) schlug ein Blitz in ein Einfamilienhaus ein. Fünf Feuerwehren standen laut Resperger im Löscheinsatz. Im Bezirk Korneuburg wurde insbesondere die Gemeinde Stetten stark getroffen. Keller wurden unter Wasser gesetzt und Straßen verschlammt.

Der Sturm forderte auch die Helfer im Bezirk Mistelbach und vereinzelt im Bezirk Krems, sagte der Sprecher. Insgesamt standen etwa 60 Feuerwehren im Unwettereinsatz.

800 Einsatzstunden im Burgenland

Im Burgenland haben am Sonntagabend in zahlreichen Gemeinden von Nord bis Süd die Feuerwehrsirenen geheult. Unwetter sorgten in nahezu allen Bezirken für überflutete Keller und Straßen, teilte ein Sprecher der Feuerwehralarmzentrale auf Anfrage der APA mit. In Summe seien 25 Feuerwehren ausgerückt. Sie kamen auf rund 800 Einsatzstunden.

In mehreren Gemeinden mussten Straßen von umgestürzten Bäumen befreit sowie Pumparbeiten durchgeführt werden. In Mörbisch (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) wurden nach einem kurzen, aber heftigen Gewitter auch zahlreiche Kanaldeckel weggeschwemmt, teilte die Ortsfeuerwehr in einer Aussendung mit. Die Seefestspiele Mörbisch hatten am Sonntag spielfrei und blieben deshalb von den Unwettern verschont.

Am Neusiedler See mussten die Feuerwehren Neusiedl am See und Purbach zwei Boote an Land ziehen. Verletzt wurde niemand.

Hagel verursachte Millionenschäden

Die Hagelgewitter am vergangenen Wochenende haben laut Österreichischer Hagelversicherung wieder Schäden in Millionenhöhe verursacht. 12.500 Hektar Ackerland wurden in Mitleidenschaft gezogen, die Landwirtschaft muss nun Schäden in Höhe von 2,3 Millionen Euro verkraften, teilte die Hagelversicherung am Montag mit.

Betroffen waren in der Steiermark die Bezirke Deutschlandsberg, Graz-Umgebung und Voitsberg, in Niederösterreich Gmünd, Hollabrunn, Horn und Zwettl. in Kärnten der Bezirk Sankt Veit an der Glan. Die Unwetter trafen alle Ackerbaukulturen.

 

mehr aus Aktuelle Meldungen

Gebäck mit Tradition: Das Osterlamm

Vorsicht bei Bärlauch: Seine giftigen Doppelgänger und wie man sie erkennt

Test: Welcher Gartentyp sind Sie?

Lufthansa und Verdi geben Tariflösung für Bodenpersonal bekannt

Lädt

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

2  Kommentare
2  Kommentare
Die Kommentarfunktion steht von 22 bis 6 Uhr nicht zur Verfügung.
Neueste zuerst Älteste zuerst Beste Bewertung
Zaungast_17 (26.399 Kommentare)
am 01.08.2016 11:55

es will heuer nicht aufhören ... traurig

lädt ...
melden
pepone (60.622 Kommentare)
am 01.08.2016 13:55

LEIDER !

Unglaublich wie enorm groß der Unterschied zu letzten Jahr das sehr heiß und trocken war , heuer NUR NOCH NASS !
Aber Regen und Nässe erzeugt mehr Schäden durch Murren und Überschwemmungen die es in Trockenzeit nicht gibt.

lädt ...
melden
Aktuelle Meldungen