Wie die Einsatzleitung erklärte, wurden damit alle fünf Personen, die zum Unglückszeitpunkt am Donnerstag gegen 8.00 Uhr in dem Haus vermutet worden waren, tot aufgefunden. Die genauen Identitäten der Opfer waren vorerst noch nicht bekannt.
Im Haus wohnhaft waren ein älteres Ehepaar, dessen Tochter sowie Enkeltochter. Zudem dürfte der Lebensgefährte der Tochter, ein Nigerianer, zu Gast gewesen sein, als die Explosion erfolgte.
Die Rettungsarbeiten wurden in den Nachtstunden fortgesetzt, da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich noch weitere Personen in dem Haus aufhielten. Dies wurde aber als "eher unwahrscheinlich" eingestuft. Dennoch sollte in der Nacht "der ganze Schuttkegel" weggeräumt werden, wie es seitens der Einsatzleitung hieß.
Bis Donnerstagabend hatten die Feuerwehrleute rund 200 Tonnen Schutt großteils händisch entfernt. Das Haus war teils aus Ziegeln, teils mit Stahlbeton errichtet worden, was die Bergearbeiten zusätzlich erschwerte. Außerdem behinderten heftige Folgebrände die Hilfsmaßnahmen.
Vier Personen aus umliegenden Häusern wurden leicht verletzt, etwa 15 weitere Gebäude wegen schwerer Schäden und Explosionsgefahr evakuiert. Ein weiteres Ehepaar, das ebenfalls in dem Haus wohnte, hatte unglaubliches Glück: Es war zum Zeitpunkt der Explosion bei Freunden zu Besuch.
Unterdessen wurden Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung bzw. fahrlässiger Gemeingefährdung eingeleitet. Man sei in einer "Wartestellung", Bergearbeiten hätten Vorrang. Es sei "eine generelle Überprüfung, ob irgendeine Sorgfalt außer Acht gelassen wurde", sagte Alfred Schüller vom Landeskriminalamt Niederösterreich.
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