Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Sonntag, 24. Juni 2018, 18:40 Uhr

Linz: 19°C Ort wählen »
 
Sonntag, 24. Juni 2018, 18:40 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Chronik

Umweltdachverband begrüßt Kerns Programm

WELS. Gestern hat Bundeskanzler Kern in Wels seinen Plan A für die Zukunft Österreichs präsentiert. "Endlich nimmt sich der Bundeskanzler auch der Energie- und Klimazukunft des Landes an.

Franz Maier Bild: (Volker Weihbold)

Kern möchte die erneuerbaren Energien im Inland stärker fördern, was erfreulich ist - nicht nachzuvollziehen ist, dass die Biomasse ausgeklammert wird", sagt Franz Maier, Präsident des Umweltdachverbandes

"Insgesamt wünschen wir uns im Energiesektor jedenfalls mehr Ambition, vor allem im Bereich der Energieeffizienzsteigerung und Verbrauchs- und CO2-Reduktion. Dass die Kernbotschaft keinen Komplettausstieg aus fossilen Energieträgern im Strombereich bis 2030 verfolgt, ist jedenfalls bedauerlich. Wichtig wäre zudem der vom Umweltdachverband mehrfach geforderte Abbau umweltschädlicher Subventionen im Rahmen einer umfassenden ökosozialen Steuerreform", sagt Maier weiter. 

Deregulierung ja, aber mit Bedacht 

"Was die von Bundeskanzler Kern angekündigte Deregulierung im Umfang von ein Drittel des österreichischen Normenbestandes betrifft, möchten wir zu Augenmaß und gründlicher Abwägung sowie öffentlicher Konsultation bei Streichungen, Verfahrensvereinfachungen und -beschleunigungen raten", so Maier. Der Umweltdachverband steht einer Entbürokratisierung, wo dies sinnvoll und zweckmäßig ist, offen gegenüber. Insbesondere entstehen in Österreich Kosten und Unklarheiten auch deswegen, weil Bundes- und Landesrecht häufig doppelgleisig geführt werden.

Es ist berechtigterweise in Frage zu stellen, warum EU-Richtlinien in Österreich neunmal unterschiedlich umgesetzt werden, wenn auch ein Gesetz reichen könnte. "Allerdings darf mit einer Deregulierung keine Schwächung bewährter Umweltschutzstandards sowie eine ‚Entdemokratisierung‘ von Rechten der Zivilgesellschaft verbunden sein, wie wir dies derzeit bei der geplanten Novelle der Gewerbeordnung erleben, die zu Lasten des ‚one-stop-shop‘ massive Einschnitte für LandesumweltanwältInnen, NachbarInnen, Gemeinden und Qualitätsstandards bringt", so Maier abschließend.

Kommentare anzeigen »
Artikel nachrichten.at/apa 12. Januar 2017 - 13:17 Uhr
Mehr Chronik

Brand in Mastbetrieb - Rund 350 Hühner verendeten

HALBENRAIN. Rund 350 Hühner eines Mastbetriebs im südsteirischen Halbenrain sind Sonntagfrüh bei einem ...

83-Jährige übergab Betrüger Schmuck im Wert von 40.000 Euro

WIEN. Eine 83 Jahre alte Frau hat am Mittwochabend in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus Schmuck im Wert von 40.000 ...

Alkolenker fuhr mit über zwei Promille in geparkten Bus

DORFGASTEIN/BISCHOFSHOFEN/ST.JOHANN IM PONGAU. Gleich drei Alkolenker haben in der Nacht auf Sonntag im ...

21-jähriger Fußgänger von Klein-Lkw angefahren: Lebensgefahr

HALBENRAIN. Ein 21-jähriger Fußgänger ist in der Nacht auf Sonntag in der Südsteiermark vom Lenker eines ...

Mehrere Verletzte nach Motorradunfällen 

Bei mehreren Motorradunfällen sind am Samstag in Tirol vier Personen verletzt worden. In Thiersee (Bez.
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS
Bitte Javascript aktivieren!