Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Donnerstag, 14. Dezember 2017, 05:28 Uhr

Linz: 1°C Ort wählen »
 
Donnerstag, 14. Dezember 2017, 05:28 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Chronik

Umweltdachverband begrüßt Kerns Programm

WELS. Gestern hat Bundeskanzler Kern in Wels seinen Plan A für die Zukunft Österreichs präsentiert. "Endlich nimmt sich der Bundeskanzler auch der Energie- und Klimazukunft des Landes an.

Franz Maier Bild: (Volker Weihbold)

Kern möchte die erneuerbaren Energien im Inland stärker fördern, was erfreulich ist - nicht nachzuvollziehen ist, dass die Biomasse ausgeklammert wird", sagt Franz Maier, Präsident des Umweltdachverbandes

"Insgesamt wünschen wir uns im Energiesektor jedenfalls mehr Ambition, vor allem im Bereich der Energieeffizienzsteigerung und Verbrauchs- und CO2-Reduktion. Dass die Kernbotschaft keinen Komplettausstieg aus fossilen Energieträgern im Strombereich bis 2030 verfolgt, ist jedenfalls bedauerlich. Wichtig wäre zudem der vom Umweltdachverband mehrfach geforderte Abbau umweltschädlicher Subventionen im Rahmen einer umfassenden ökosozialen Steuerreform", sagt Maier weiter. 

Deregulierung ja, aber mit Bedacht 

"Was die von Bundeskanzler Kern angekündigte Deregulierung im Umfang von ein Drittel des österreichischen Normenbestandes betrifft, möchten wir zu Augenmaß und gründlicher Abwägung sowie öffentlicher Konsultation bei Streichungen, Verfahrensvereinfachungen und -beschleunigungen raten", so Maier. Der Umweltdachverband steht einer Entbürokratisierung, wo dies sinnvoll und zweckmäßig ist, offen gegenüber. Insbesondere entstehen in Österreich Kosten und Unklarheiten auch deswegen, weil Bundes- und Landesrecht häufig doppelgleisig geführt werden.

Es ist berechtigterweise in Frage zu stellen, warum EU-Richtlinien in Österreich neunmal unterschiedlich umgesetzt werden, wenn auch ein Gesetz reichen könnte. "Allerdings darf mit einer Deregulierung keine Schwächung bewährter Umweltschutzstandards sowie eine ‚Entdemokratisierung‘ von Rechten der Zivilgesellschaft verbunden sein, wie wir dies derzeit bei der geplanten Novelle der Gewerbeordnung erleben, die zu Lasten des ‚one-stop-shop‘ massive Einschnitte für LandesumweltanwältInnen, NachbarInnen, Gemeinden und Qualitätsstandards bringt", so Maier abschließend.

Kommentare anzeigen »
Artikel nachrichten.at/apa 12. Januar 2017 - 13:17 Uhr
Mehr Chronik

Badeunfall bei Kindergartenausflug: Schuldsprüche

BEIBURG. Eine Kindergartenpädagogin (24) und ein 23-jähriger Bademeister sind am Mittwoch am ...

Skifahrer starb bei Lawinenabgang

SERFAUS. Bei einem Lawinenabgang im freien Skiraum am Pezid in Serfaus (Bezirk Landeck) in Tirol ist am ...

250-Kilo-Fliegerbombe in Graz entschärft

GRAZ. Eine US-amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg hat Mittwochmittag für Evakuierungen ...

Mann ging mit Reizstoffgranate zur Polizei

WIEN. Ein Arbeiter hat am Dienstag in einem Innenhof auf der Hamburger Straße in Wien-Margareten eine ...

10.000 Haushalte nach Föhnsturm ohne Strom

GRAZ. Nach dem Föhnsturm Dienstagfrüh waren Mittwochvormittag immer noch rund 1.500 weststeirische ...
Meistgelesene Artikel   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS
Bitte Javascript aktivieren!