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Katastrophenstimmung nach Regenfällen in der Obersteiermark

STEIERMARK. Teile des Sölktales ohne Strom, zahlreiche Häuser mussten evakuiert werden. Bundesheer bereits vor Ort, um zu helfen.

Katastrophenstimmung nach Regenfällen in der Obersteiermark

Feuerwehrleute beim Abpumpen überfluteter Keller in Koblenz. Bild: APA/Zeiler

Keine 24 Stunden nach dem ersten Unwetter Freitagabend traf eine Gewitterfront mit Sturm und Starkregen im Wölzertal ein. Der Schöttlbach trat wieder über die Ufer, und die Häuser entlang des Wölzerbaches mussten erneut evakuiert werden.

Weitere Evakuierungen gab es in den Ortsteilen Hinteregg, Schönberg und Salchau – sofern die Einsatzkräfte noch zufahren konnten. "Die Schäden dürften diesmal wesentlich höher sein als beim ersten Mal. In Knittelfeld, das auch schon in der Nacht davor von Unwettern getroffen wurde, kam es Sonntagabend zu sintflutartigen Regenfällen", so Feuerwehrsprecher Thomas Zeiler. Dutzende Keller mussten ausgepumpt und umgestürzte Bäume beseitigt werden.

Auto von Bach mitgerissen

In der Ortschaft Faltschach trat der Flatschacher Bach über die Ufer und riss ein Auto mit zwei Insassen mit. Die Feuerwehr rettete die beiden über Streckleitern aus dem Wagen und brachte sie in Sicherheit.

Schwer getroffen hat das Unwetter auch die Kommunen St. Marein-Feistritz, Seckau und Bischoffeld. Die Gemeinden Sölk, Öblarn und Donnersbachwald wurden behördlich zum Katastrophengebiet erklärt. "Die Sölkpass-Straße ist auf einer Länge von rund 100 Metern komplett weggerissen und wird wohl erst wieder im kommenden Jahr repariert und wieder befahrbar sein", erklärt Christoph Schlüßlmayr, Feuerwehrsprecher im Bezirk Liezen.

Das Bundesheer startete am Sonntag einen Assistenzeinsatz mit 35 Mann. Zusätzlich soll am Montag eine Pionierkompanie mit rund 200 Kräften und schwerem Gerät anrücken, um Hänge zu stützen, Verklausungen zu entfernen und Behelfsbrücken zu bauen.

13-Jähriger gestorben

Die schweren Unwetter Freitagnacht forderten auch ein Menschenleben. Ein 13-jähriger Teilnehmer eines Jugendlagers in St. Georgen am Kreischberg ist während des Gewitters gestorben.

Seine Kameraden fanden den Jugendlichen im Freien leblos auf dem Boden liegen. Die anwesenden Feuerwehrleute sowie ein gerufener Notarzt leiteten sofort Reanimationsmaßnahmen ein und brachten ihn ins Landeskrankenhaus Stolzalpe. Doch es gab keine Rettung mehr. Der 13-Jährige verstarb nur wenige Stunden später.

Die Todesursache ist unklar, weshalb von der Staatsanwaltschaft Leoben eine Obduktion angeordnet wurde. Seine Kameraden wurden vom Kriseninterventionsteam betreut.

 

Video: Berichte über die schweren Unwetter in der Steiermark in in Österreich.

 

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Artikel 07. August 2017 - 00:04 Uhr
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