Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Freitag, 27. April 2018, 02:48 Uhr

Linz: 9°C Ort wählen »
 
Freitag, 27. April 2018, 02:48 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Chronik

KZ-Überlebende klagten: Zeitschrift muss Beleidigungen widerrufen

GRAZ. In der FPÖ-nahen Zeitschrift "Aula" waren im Sommer 2015 ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Mauthausen als "Landplage" und "Kriminelle" bezeichnet worden.

Gedenkstätte in Mauthausen.  Bild: VOLKER WEIHBOLD

Im Grazer Landesgericht für Zivilrechtssachen wurde am Dienstagabend das Verfahren um einen Hetzartikel gegen KZ-Überlebende in der FPÖ-nahen Zeitschrift "Aula" beendet. Nachdem der Oberste Gerichtshof (OGH) bereits gegen die Zeitschrift entschieden hatte, ging es nur noch um die Kosten, bestätigte Pressesprecher Friedrich Moshammer.

Die Grünen zeigten den Fall bei der Staatsanwaltschaft Graz an, die das Verfahren gegen den Autor des Artikels, Manfred Duswald, aber einstellte. In der Folge erschienen weitere Artikel, gegen die dann aber eine einstweilige Verfügung beantragt wurde. Als Kläger traten nun neun KZ-Überlebende und die Tochter des 2007 verstorbenen Publizisten Leon Zelman auf.

Der OGH entschied heuer im Jänner schließlich gegen die vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands (DÖW) als rechtsextrem eingestufte Zeitschrift und bestätigte die einstweilige Verfügung. Damit wurde die persönliche Betroffenheit der Kläger anerkannt und die Richtung für den Ausgang des Zivilverfahrens vorgegeben. Die Zeitschrift muss nun die Beleidigungen von KZ-Überlebenden widerrufen. Sämtliche Ansprüche der Kläger wurden anerkannt, auch die Verfahrenskosten müssen von dem Blatt getragen werden.

Kommentare anzeigen »
Artikel nachrichten.at/apa 15. Februar 2017 - 11:46 Uhr
Mehr Chronik

Sechs Monate nach Bluttat: Weiter keine Spur vom Täter

STIWOLL/GRAZ. Auch ein halbes Jahr, nachdem Friedrich F.

50.000 Euro überwiesen: 80-Jährige fiel erneut auf Betrüger herein

KLAGENFURT. Eine 80-jährige Klagenfurterin ist bereits zum zweiten Mal Opfer von Trickbetrügern geworden.

Ermittlungen gegen "EU-Bauer" Tisal eingestellt

KLAGENFURT. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen den "EU-Bauer" und ehemaligen Kärntner ...

Mehr als 1,5 Millionen Österreicher armutsgefährdet

WIEN. 1.563.000 Menschen bzw. 18,1 Prozent der Bevölkerung waren 2017 in Österreich armuts- oder ...

Vierjähriger Bub starb nach Sturz aus Fenster

WIEN. Tragischer Unfall am Donnerstag in Wien-Donaustadt: Ein vierjähriger Bub starb nach einem Sturz aus ...
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS
Bitte Javascript aktivieren!