Das gab die Fachjury unter der Leitung von Professor Rudolf Muhr von der Universität Graz bekannt.
Der Begriff "Audimaxismus" entstand im Rahmen der neuen Studentenbewegung, die mit der Besetzung des größten Hörsaals der Universität Wien, dem Auditorium Maximum - kurz Audi Max - begann. Durch die anhaltenden Proteste sei erstmals seit langem wieder ernsthaft und umfassend über Bildung diskutiert worden, begründete die Fachjury ihr Urteil. Das Wort selbst stehe zum einen für den Wunsch der Studierenden nach maximaler Verbesserung ihrer Studienbedingungen und zum anderen dafür, bei der Politik Gehör (audi = lat. höre) zu finden.
"Analogkäse" ist Unwort des Jahres
Beim "Analogkäse" handelt es sich laut Jury sowohl aus sprachlicher wie auch aus sachlicher Sicht um ein Unwort, da es für einen Etikettenschwindel stehe. Das damit bezeichnete Produkt habe mit Käse nichts zu tun, d.h. es handle sich um ein Imitat. "Sprachlich wird jedoch aufgrund der deutschen Wortbildungsregeln der Eindruck erweckt, dass es sich doch um 'Käse' handelt", erklärte Muhr.
Spruch des Jahres
Als Spruch des Jahres wurde "Reiche Eltern für alle!" an die erste Stelle gewählt. Auch diese ironisch gemeinte Aussage steht im Zusammenhang mit der gegenwärtigen Hochschuldiskussion und weise darauf hin, dass unser Bildungssystem zu sehr auf den sozialen Status der Eltern ausgerichtet und nicht hinreichend durchlässig sei.
"Wer alt genug ist zum Stehlen, ist auch alt genug zum Sterben" - dieser Ausspruch wurde im heurigen Jahr im Zusammenhang mit dem Einbruch in einen Kremser Supermarkt und dem Tod eines daran beteiligten Jugendlichen in einem Massenmedium kolportiert.
2008 war "Lebensmensch" zum heimischen Wort des Jahres gewählt worden. Der vielzitierte Begriff "Gewinnwarnung" hatte damals den Titel Unwort geholt.
Manche VOEST-Gewerkschafter dürften diese neue Parole letztes Jahr etwas falsch verstanden haben und bestellten sich gleich einmal einen neuen Luxus-SUV namens Q7 beim der deutschen Edelautoschmiede. Die GenossInnen sollten vor lauter Feminismus nicht vergessen auch bei ihrer gehobenen Basis wieder mal ein wenig Ideologieunterricht zu betreiben - so etwas ist doch schon peinlich.
Wäre das nichts für Ackerl, bevor er Hrn. Chavez einlädt und ein Bündnis mit Nordkorea schliesst?