Seit Mittag sind in Neusiedl am See zwei Grundwehrdiener und zwei Zivilbedienstete mit Bagger samt Schaufel im Einsatz, teilte Oberstleutnant Wolfgang Gröbming vom Militärkommando Burgenland auf Anfrage der APA mit. "Wir halten in Bruckneudorf und in Eisenstadt Kräfte - Assistenzzüge mit Grundwehrdienern - bereit", so Gröbming.
"Ob sie eingesetzt werden hängt von einer Assistenzanforderung von einer Behörde ab. Derzeit ist das nicht der Fall", klärte der Oberstleutnant auf. In den nächsten Stunden - vermutlich bis Freitagabend - werde sich zeigen, ob die Bereitschaft aufrecht bleibt bzw. verlängert werde, hieß es.
Den Einsatz von Grundwehrdienern nützten ÖVP und FPÖ im Hinblick auf die Volksbefragung als "Werbetrommel": ÖVP-Wehrsprecher Oswald Klikovits verwies in einer Aussendung auf Unterstützung von Grundwehrdienern und Kadersoldaten in drei Bezirken, was jedoch von offizieller Seite nicht bestätigt wurde. "Einmal mehr zeigt sich, dass unsere Soldaten dort helfen, wo andere nicht mehr können", so Klikovits.
Die Freiheitlichen verwiesen darauf, dass ohne Grundwehrdiener "ein Einsatz dieser Art bzw. Größe so nicht möglich wäre". Außerdem riefen sie in einer Pressemitteilung noch einmal dazu auf, an der Volksbefragung am Sonntag teilzunehmen: "Jede abgegebene Stimme ist eine Stimme für die direkte Demokratie", sagte FPÖ-Klubobmann Johann Tschürtz.
Wie schon von Kopfnuss am 19. gepostet, kommt man im mehrjährigen Durchschnitt auf nicht einmal 7% der eingezogenen Rekruten, die im Katastrophenfall zum Einsatz gekommen sind. Dafür braucht man keinen Präsenzdienst, sondern kann eine professionelle Truppe mit etwa der Anzahl an Personen schaffen, die im Schnitt der letzten Jahre benötigt wurden, nimmt zur Sicherheit die doppelte Anzahl (14% der aktuellen GWD-Zahl) und bildet diese Leute ordentlich aus und stellt ordentliches Gerät zur Verfügung.
Das notwendige Gerät schafft keine zusätzlichen Kosten, da dies für die Wehrpflichtigen ebenfalls angeschafft werden sollte, zur Administation kann man diese ins Heer eingliedern. Und diese dann professionell arbeitende Truppe verursacht sicher nicht wesentlich mehr Kosten an Löhnen, Verpflegung, Ausrüstung als für die 7fache GWD-Zahl. Löhne würden etwas mehr ausmachen, dafür braucht man nur ein Siebtel an Kleidung, Material, Transportfahrzeugen, keine Unterkünfte (da Privatwohnungen), etc
Und etwa 3000 Personen (m/w) wird man wohl in ganz Österreich zusammen bekommen, wenn gute Ausrüstung und Entlohnung da ist. Und die Jugendlichen müssen dadurch keinen Zwangsdienst ableisten bzw. ist mE eine Wehrpflicht nicht dazu da, ein Versagen der Straßenmeistereien bei der Schneeräumung auszulöffeln. Da scheitert es ganz woanders: man sollte dort schauen, dass die Fehler im unzureichenden Straßendienst gefunden werden und in Zukunft nicht mehr vorkommen.
Haetten diese Grundwehrdiener nicht Schnee geschaufelt --- wer haette es dann getan?????
Die Berufsheer-Raunzer in diesem Formum sicher nicht.
Und die Frage: wer macht es??, wer hilft??? wird man sich ebenso stellen muessen, wenn es keine Zivildiener oder Grundwehrdiener mehr gibt. Spaetestens bei der Katastrope (Hochwasser, Sturm....), und die kommt bestimmt....
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