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Zeit für Liebe: Paarseminar für zuhause

Konstruktive Gespräche nach Anleitung aus dem Netz Bild: colourbox.de

Zeit für Liebe: Paarseminar für zuhause

Um sich nicht auseinanderzuleben, sollte man Beziehungskrisen rechtzeitig thematisieren.

Von Claudia Riedler, 12. September 2017 - 17:33 Uhr

Weil etwa 90 Prozent der Paare Beziehungs-Seminare und gemeinsame Therapie-Sitzungen scheuen, hat der Waldinger Paartherapeut Max Schallauer ein Paarseminar für daheim entwickelt (paarseminar-daheim.at). Das Programm "Zeit für die Liebe" umfasst sieben Sitzungen, bei denen man per Video angeleitet wird, wie man im Alltag liebevoller miteinander umgeht und sich wieder stärker als Liebespaar wahrnimmt.

 

OÖN: Warum sollte man überhaupt an der Beziehung arbeiten?

Schallauer: Eine Beziehung ist nicht statisch, sie verändert sich im Laufe der Zeit, so wie sich auch der Mensch verändert. Als Paar sollte man deshalb immer wieder nachjustieren, damit man nicht einmal feststellen muss, dass man sich auseinandergelebt hat. Es ist sinnvoll, die Beziehung regelmäßig zum Thema zu machen, und zwar bewusst und mit einem guten Konzept, weil man sich sonst leicht in Diskussionen verheddert.

Macht das jeder für sich oder das Paar gemeinsam?

Es geht schon darum, die Paare miteinander konstruktiv ins Gespräch zu bringen. Das Paarseminar-Daheim ist nicht einfach ein Ratgeber, den jeder für sich liest, man wird als Paar dazu angeleitet, sich auszutauschen. Es gibt ein Video, in dem alles erklärt wird, Gesprächsaufgaben und Dialogvorlagen, die man ausdrucken kann.

Können Sie fünf Dinge nennen, die man tun kann, um die Beziehung am Prickeln zu halten?

Da gibt es sicher mehr als zehn. Bei einem Paarseminar geht es aber nicht einfach um Tipps, die von außen kommen. Die ideale Beziehung entsteht daraus, dass Mann und Frau wieder lernen, ihre Wünsche auszusprechen.

Was kann man tun, wenn es bereits kriselt?

Dann ist sehr überlegtes Vorgehen gefragt. Durch die Frustration und die Spannungen kann man schwer miteinander reden, weil man sofort zu streiten beginnt. Mit dem Programm "Selbsthilfe in der Beziehungskrise" werden Paare Schritt für Schritt von ihrem konkreten Problem zur Lösung geführt, ganz ähnlich wie in einer Paartherapie. Dabei geht es beispielsweise darum, wie man explosive Gespräche entschärft, wie man mit Untreue umgeht oder wie man Probleme löst, die zum Beispiel durch Überlastung entstehen.

Was kann man tun, wenn der Partner nicht mitmacht?

Man kann in einer Beziehung nichts erzwingen. Die Gründe für die Verweigerung sind oft falscher Stolz, die Angst über alles zu reden, Terminstress oder die Meinung, dass Streit dazu gehört. Vielleicht lässt sich der Partner zum Paarseminar daheim überreden. Man riskiert nichts und kann um wenig Geld ausprobieren, wie ein Paartherapeut vorgehen würde.

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