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Tage wie dieser ... Wenn echte Liebe die erste Geige spielt

Der wichtigste Tag im Leben ... der Hochzeitstag Bild: Alexander Schwarzl

Tage wie dieser ... Wenn echte Liebe die erste Geige spielt

Ja, ich will. Im Vorjahr haben 7673 oberösterreichische Paare geheiratet. Ein Tag, der für immer in Erinnerung bleibt und einiger Vorbereitung bedarf.

Von Barbara Rohrhofer, 16. September 2017 - 00:04 Uhr

Beruf? Hochzeitsplanerin. Das klingt doch wirklich sehr romantisch. Gabi Socher aus Gmunden hat diesen Job seit vielen Jahren. Sie begleitet Brautpaare auf ihrem Weg zum großen Tag. Das wird sie in den kommenden Monaten unter www.nachrichten.at/sagja auch für die Leser der OÖNachrichten machen.

 

OÖNachrichten: Sie waren Österreichs erste "Hochzeitsplanerin" und machen das seit fast 20 Jahren. Einige Ihrer Kunden feiern schon beinah die Silberne Hochzeit. Sind Sie mit manchen noch in Kontakt?

Gabi Socher: Ja, ich bekomme immer wieder Geburtsanzeigen – und einmal hat mir ein Brautpaar zu seinem fünften Hochzeitstag sogar einen Blumenstrauß vorbeigebracht. Das macht schon Freude.

Täuscht das, oder sind die Hochzeiten in den vergangenen 20 Jahren nicht zu richtig großen Events geworden?

Es hat sich wirklich etwas verändert. Hochzeiten sind individueller geworden. Früher haben fast alle gleich geheiratet. Größer wird nicht gefeiert, aber anders, kreativer. Und der Wohlfühlfaktor des Brautpaares steht mehr im Mittelpunkt.

Wie viel Budget nehmen Herr und Frau Österreicher beim Heiraten durchschnittlich in die Hand?

Im Schnitt liegt das Budget der Hochzeiten, die ich begleiten darf in etwa bei 18.000 bis 30.000 Euro, bei zirka 70 bis 100 Gästen.

Heiraten die Österreicher gern im großen Stil?

Natürlich nicht alle. Aber man kann schon sagen, dass die erste Hochzeit oft sehr groß ist. Die Zweithochzeiten, die es aufgrund der hohen Scheidungsraten ja auch immer öfter gibt, sind dann oft kleiner, dafür feiner.

Wer hat beim Planen der Hochzeitszeremonie die Hosen an – Frau oder Mann?

Ich achte sehr darauf, dass sich auch die Männer einbringen. Die Location darf sich sehr oft die Braut aussuchen, auch die Deko liegt in weiblicher Hand. Der Bräutigam ist eher für die Auswahl der Tonanlagen und des Hochzeitsautos zuständig.

Wo schlummern die größten Konfliktpotenziale?

Kritisch wird es, wenn bei der Planung zu viele Menschen mitreden. Da seinen eigenen Weg zu finden, ist oft gar nicht so leicht.

Wenn man immerzu mit Paaren zu tun hat, bekommt man doch sicherlich ein Gespür dafür, wer zusammenpasst und wer eher nicht?

Ja, ich sage immer: Eine Hochzeit zu planen, ist so, wie eine Wohnung einzurichten. Es kristallisieren sich oft Teilbereiche heraus, bei denen sich beide nicht ganz einig sind. Wichtig ist die Fähigkeit, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.

Haben Sie schon einmal jemandem vom Heiraten abgeraten?

Ja. Im Gespräch hat sich bei diesem Paar schnell herausgestellt, dass der Mann unbedingt heiraten wollte. Seine Auserwählte war noch sehr unsicher. Wir haben uns auf eine Verlobungsfeier geeinigt.

Gibt’s beim Thema Hochzeit einen richtigen Modetrend?

Wie es aussieht, werden Hochzeitswochenenden immer beliebter. Das beginnt dann mit einem ersten Zusammenkommen am Freitag – in Tracht oder sehr leger. Der Höhepunkt ist die feierliche Trauungszeremonie am Samstag, am Sonntag gibt’s noch einen Frühschoppen oder eine gemeinsame Wanderung…

Stellen Sie sich vor, Sie würden selbst noch einmal heiraten. In welchem Rahmen würden Sie das tun?

Oh, das kann ich gar nicht sagen. Aber ich würde nah am Wasser heiraten. Leider fehlt der Bräutigam…

Was ist das Wichtigste bei einer Hochzeit?

Tja, natürlich die große Liebe. Doch diese allein macht noch keine schöne Hochzeit. Mein Tipp: Nicht alles selbst machen, sondern unbedingt ein bisserl Zeit zu zweit einplanen, weil sonst kann man’s nicht so richtig genießen. Und das wäre ja sehr schade.

 

Sag ja! – Traumreise, Traumkleid und Workshop zu gewinnen

Sie wollen heiraten? Dann sollten Sie sofort auf www.nachrichten.at/sagja klicken. Die OÖNachrichten begleiten Sie auf dem Weg zu Ihrer Hochzeit im Jahr 2018 – mit allem, was dazugehört. Es gibt wöchentlich Tipps von Hochzeitsplanerin Gabi Socher. Außerdem verlosen die OÖNachrichten und das Reisebüro Ruefa einen Gutschein im Wert von 5000 Euro, einen Gutschein für den Brautsalon „Hänsel & Gretel“ in Gunskirchen im Wert von 1500 Euro und einen Workshop bei Österreichs erfahrenster Hochzeitsplanerin Gabi Socher aus Gmunden.

So schön: Auf der internationalen „Bridal Fashion Week“ in Barcelona sah man heuer vor allem viel Haut und tiefe Ausschnitte. Viele der weißen Roben waren schulterfrei und häufig mit Spitzen oder Schleifen verziert. Bei den Herren rückt das Schwarz am angeblich schönsten Tag des Lebens in den Hintergrund und wird durch hoffnungsvolles Blau ersetzt.

So nachhaltig! Nachhaltigkeit ist jetzt sogar beim Heiraten gefragt: Die Dekorationen sind aus natürlichen Materialien wie Holz, Glas oder Leinen, der Blumenschmuck schaut aus wie ein selbstgepflückter Wiesenblumenstrauß.
Auch beim Hochzeitsmenü ist Regionales und Saisonales gefragter denn je zuvor: Erdbeeren, Kirschen und Himbeeren etwa werden tropischen Früchten vorgezogen.

So urig: Anstelle von glamourösen, modernen Hochzeits-Locations liegen 2017 in Oberösterreich eher landestypische Trauungen im Trend. Also statt in einem coolen Saal zu heiraten, wählen viele Paare gern traditionellere Orte für ihr Ja-Wort. Das kann der schöne Vierkanter sein, der rustikale Holzschuppen oder das stilvolle Landhaus. Es gibt dafür sogar eine eigene Internet-Seite, sie lautet: hochzeits-locations.info/heiraten

So traditionell: Tradition ist den Österreichern auch beim Heiraten sehr viel wert: In 70 Prozent der Fälle wagen immer noch Männer den ersten Schritt und stellen die Frage aller Fragen. Zu den beliebtesten Hochzeitsbräuchen gehören das gemeinsame Anschneiden der Torte, Walzertanzen und das Brautstraußwerfen. Das Tragen
eines Brautbüscherls (Hochzeitsanstecker, Anm.) ist vor allem in Oberösterreich beliebt, ergab eine Umfrage der Online-Partneragentur Parship unter 1500 Österreichern.

 

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