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Jung und verliebt hält nicht ewig an. Bild: colourbox.de

Liebe ist leider Schwerarbeit

In den nächsten Monaten werden wieder Tausende Paare vor den Traualtar treten. "Doch Liebe ist kein Himmelsgeschenk. Sie bleibt nur erhalten, wenn man etwas dafür tut", sagt Sexualtherapeutin Gerti Senger.

Von Barbara Rohrhofer, 12. September 2017 - 16:55 Uhr

Zur Liebe gehört Freundschaft. "Das ist die Voraussetzung für eine funktionierende Beziehung", sagt Senger. Die Partner sollten loyal sein, füreinander da sein und einander vertrauen können. Bestehe hingegen nur eine sexuelle Verbundenheit zwischen den beiden, dann sei die Beziehung flach und ohne Bedeutung.

Beziehungsgeheimnis Nummer zwei ist die Übereinstimmung der "Liebesstile". "Die Ausgangslage muss passen." Eine schwierige Konstellation für eine Langzeitpartnerschaft sei zum Beispiel ein Mann, der es mit der Treue nicht so ernst nimmt, und eine Frau, der genau das wichtig ist. Extremsportler versus Couch-Potato: Laut Senger ist es wichtig, wenn Mann und Frau gemeinsame Werte und Interessen - zum Beispiel Reisen, Gartenarbeiten oder Sport - haben. "Das Paar sollte den Blick auf etwas richten."

Auf die Signale achten

Ein zärtlicher Blick, eine verstohlene Berührung - in einer Beziehung ist es wichtig, auf Signale des Anderen zu achten. "Jede Geste, jeder Blick hat eine Bedeutung, ebenso eine erhobene Stimme oder eine gereizte Antwort." Besonders wichtig seien "Signale der Verbundenheit" - zum Beispiel Berührungen, einander in die Augen sehen, "bitte" und "danke" sagen. Eine Prise Humor gehört zu jeder guten Beziehung. "Man sollte lästigen Gewohnheiten, die man bereits erfolglos versucht hat, dem Partner abzugewöhnen, mit einem Lächeln begegnen", sagt Senger.

Auch die finanzielle Frage, "wer was zahlt", sollte geregelt werden, sonst kommt es zu einem bösen Erwachen. "Für viele ist Geld ein Tabuthema", so Senger. Doch darüber gehöre unbedingt gesprochen, wie sie aus der Praxis weiß.

Vor dem Altar stehen bei einer Hochzeit zwar nur Mann und Frau, doch Realität ist jedoch, dass die Familie mitgeheiratet wird. Deswegen sei es wichtig, ihr gegenüber tolerant und aufgeschlossen zu sein und deren Gewohnheiten und Sitten zu respektieren. Den richtigen Zeitpunkt zum Heiraten gibt es laut Senger nicht, doch eines ist gewiss: "Sechs Wochen sind zu wenig, um zu wissen, dass der andere der Richtige ist." Für eine Beziehung brauche es Vertrauen, und das sei ein Prozess, der länger als einige Wochen dauert.

Respekt, Wertschätzung

Ist der Bund für das Leben geschlossen, fange die Arbeit erst an. "Liebe ist wie eine Pflanze, sie muss gepflegt und gegossen werden", so Senger. Für eine stabile Ehe seien das Kultivieren von Gefühlen sowie Respekt und Wertschätzung wichtig. "Oft ist man zum Tankwart freundlicher als zum Lebenspartner - und das sollte nicht sein", so Senger. Den richtigen Lebenspartner zu finden, ist schwer, eine lebenslange Partnerschaft zu führen, noch schwieriger. Denn um eine Beziehung aufrechtzuerhalten, muss viel Arbeit und Energie investiert werden. Doch es lohnt sich, denn was gibt es Schöneres als die Liebe?

Diese Ehen lösen Neidattacken aus

Steffi Graf (39) und Andre Agassi (39) sind das Promipaar, das für sein Liebesglück von vielen Menschen beneidet wird. Warum gerade die beiden ehemaligen Tennis-Stars so beneidenswert sind? "Diese Verbindung zeigt Gleichberechtigung und echte Liebe. Beide Partner hatten eine große Karriere und begegnen sich so auf Augenhöhe. Diese Kombination ist in Promikreisen nicht unbedingt üblich. Viele Stars schmücken sich mit jüngeren, vornehmlich attraktiveren Partnerinnen", sagt die deutsche Psychologin Lisa Fischbach.

Neidisch werden insbesondere Frauen beim norwegischen Prinzenpaar Mette-Marit (35) und Haakon (35).

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