In „Ein Quantum Trost“ rauscht Daniel Craig über die Leinwand und pfeifft auf die Bond-Tradition. Dabei hat uns der Agent Ihrer Majestät musikalisch eine Vielzahl Klassiker beschert. Auf „The Best Of Bond... James Bond“ (Capitol) finden sich neben der Bondmelodie 22 Titellieder, viele davon mit Klassikerstatus. Von Shirley Basseys „Goldfinger“ über „Live And Let Die“ von Paul McCartney und den Wings bis hin zu „Licence To Kill“ von Gladys Knight. Die CD ist auch deshalb interessant, weil man die Veränderung der Bond-Titelsongs in der jüngeren Vergangenheit deutlich hört.
Weihnachten ist auch die Zeit, in der das Herz regiert. Also liegt Mariah Carey ganz richtig, wenn sie in diese Zeit „The Ballads“ (Columbia) veröffentlicht. 17 Hits der langsamen Gangart aus der Karriere von Carey und ein Weihnachtslied zum Drüberstreuen – da kann nicht viel verkehrt laufen. Und wer gerne nicht nur hört, sondern auch sieht, für den wurde die DVD Collection veröffentlicht mit „#1’s“ und ihrem „Fantasy“-Konzert im Madison Square Garden. Ein Doppelpack für die wahren Fans.
Nach der Bühne und der Leinwand stürmt „Mamma Mia“ nun auch das Heimkino, denn die DVD-Version der Verfilmung des Abba-Musicals ist gerade rechtzeitig vor dem Fest erschienen. Wer dabei wieder Lunte gerochen hat und den Originalen von Abba auf die Spur geht, für den hat Universal Music ein besonderes Zuckerl veröffentlicht. „The Albums“ enthält alle acht Studioalben, die die vier Schweden in ihrer Karriere veröffentlicht haben sowie eine neunte CD mit echten Raritäten und Sonderaufnahmen. Eine großartige Box, die Musikgeschichte darstellt und beim Hören deutlich macht, welche Qualität viele der Abba-Songs hatten.
Die Güte der Musik von Pink Floyd ist ebenso unbestritten. David Gilmour hält das Erbe hoch, pflegt es und spielt die Klassiker immer noch mit großer Hingabe. Die Doppel-CD samt DVD „Live In Gdansk“ (EMI) ist dazu angetan, abzutauchen und die Intensität einzigartiger Musik wieder einmal aufzuspüren.
Rockgeschichte lohnt die Entdeckung immer. Mit The Moody Blues ins Jahr 1970 zurückzureisen, bedeutet zwar, tontechnisch ein paar Abstriche zu machen, dafür strotzt der Konzertmitschnitt „Live At The Isle Of Wight Festival“ (Eagle Records) vor Kraft, Energie und großer Spielfreude.
Ein intensives Hörerlebnis hatte einst auch Tori Amos zu bieten. Ihre großartigen Auftritte „Live In Montreux“ (Eagle Records) in den Jahren 1991 und 1992 gehören zum Feinsten in der Karriere der Songwriterin. Vor allem serviert Amos hier Raritäten und großartige Coverversionen, allen voran „Whole Lotta Love“ von Led Zeppelin.
Freunde gediegener Gitarrenarbeit dürfen sich freuen. Jeff Beck hat mit „Live At Ronnie Scott’s“ (Eagle Records) ein großartiges, 16 Songs starkes Statement für die Kraft und Magie der Saitentöne veröffentlicht. Beck versteht es, seinem Instrument mehr zu entlocken als nur geile Töne, er geht mit der Gitarre eine Beziehung ein, die ganz auf Harmonie und Vertrauen aufgebaut ist.
Die „Bilder von dir“ haben Laith Al-Deen auch in Österreich einen veritablen Hit beschert. Leider blieb der Deutsche darauf reduziert. Dabei hat er viel zu erzählen und wirklich gute Songs geschrieben. „2000–2008“ (Sony BMG) rollt eine Karriere in 17 Songs auf, die eine Entdeckungsreise wert sind. (rgr)