„Furcht und Zittern“: (Ö 2010, 102 Min.) Regie: Reinhard Schwabenitzky
OÖN Bewertung:
Betrogene Ehefrau Hertha (wie immer, Elfi Eschke) will untreuen Gespons (gut wie immer, Wolfgang Böck) erschießen, stolpert irrtümlich mit gezogener Waffe in eine Apotheke und nimmt sich ein Panikattacken-geplagtes Waserl (überfordert: Andreas Kiendl) zur Geisel. Was folgt, ist eine Flucht durch Österreich – zumindest von Wien bis ins Waldviertel. Eine Flucht, auf der den beiden genügend Zeit bleibt, um Freundschaft zu schließen und ihrem Leben eine neue Wendung zu geben – weg von negativen Einflüssen (Ehemann bzw. Ängste) hin zu Freude und Freiheit.
Wenn der überfallene Apotheker Gratis-Proben mit ins Sackerl steckt, ist das ein müder Scherz, und dennoch einer der wenigen Versuche des als Komödie bezeichneten Films, überhaupt jemanden zum Lachen zu bringen.
Die Flucht der beiden zieht sich in die Länge und klappert Klischee um Klischee ab. Man muss kein geübter Zuschauer sein, um am Ende das Kino zwar ohne „Furcht und Zittern“ zu verlassen, dafür aber mit dem Urteil: „A weng fad und sehr voraussehbar.“ (jule)