„New York Memories“: (DE 2010, 92 Min.) Regie: Rosa von Praunheim, Anna Steegmann.
OÖN Bewertung:
Jaja, der Big Apple ist auch nicht mehr so saftig, wie er dereinst war. Dereinst nämlich, als der deutsche Regisseur Rosa von Praunheim 1988 sein „Überleben in New York“ drehte. Als New York noch die schwulste Stadt der Welt war, in der sich Praunheim – Wegbereiter und Mitbegründer der politischen Schwulen/Lesbenbewegung in Deutschland – rundum wohl fühlen konnte: „New York ist wilder Sex“, lautete eine seiner Grundaussagen. Für seine neuen „New York Memories“ hat er auch einige seiner schrillen Protagonisten von damals zum New York heute befragt. Die Äußerungen zu den Säuberungen Bürgermeister Giulianis, zu HIV, zu Armut, zum schrittweisen Niedergang mancher Subkultur berühren, entlarven, verströmen Sentimentalität. Ein wichtiger, ein guter Film. (gunn)