„Verrückt nach dir“: (USA 2010, 103 Min.) Regie: Nanette Burstein
OÖN Bewertung:
Liebe muss nicht immer schön sein: Erin (Drew Barrymore) und Garrett (Justin Long) sind Topf und Deckel, zwei, die sich gefunden, ohne sich gesucht zu haben. Weil sie aber in San Francisco an ihrem Traum vom Journalistinnen-Dasein bastelt und er in New York als Musikmanager sein Geld verdient, wird die Liebe auf Distanz gehalten – SMS-Verwirrungen und gescheiterten Telefonsex inklusive.
Werden die beiden doch noch zueinanderfinden? Die Beantwortung dieser Frage wollte Regisseurin Nanette Burstein in einer besonders realitätsgetreuen romantischen Komödie eineinhalb Stunden hinauszögern.
Und auch wenn ihr das in großen Teilen gelungen ist und sie viele obligatorische Schmähs in der unteren Schublade der Witzkiste lässt, verträgt sich Realismus nicht mit Romantik und schon gar nicht mit Komödie. Anstatt eines feurigen Sturms der Gefühle, der sich mit Lach- und Kicherorgien abwechselt, warten sehr sympathische Hauptdarsteller in einem ganz und gar nicht verrückten, aber netten Film, der gibt, was er verspricht – aber auch kein bisschen mehr. (jule)