„Engel mit schmutzigen Flügeln“: (Deutschland 2009, 86 Min), Regie: Roland Reber (Moviemento)
OÖN Bewertung:
„Skandal!“, titelte das deutsche Flaggschiff des Boulevards, die „Bild“-Zeitung, in großen Lettern über Roland Rebers „Engel mit schmutzigen Flügeln“. Man(n) stelle sich nur vor: Da zieht sich die Hauptdarstellerin doch wirklich nackig aus und lebt ihre Lust auf der Leinwand ungeniert aus. Huch! Die Story? Gabriela (Marina Anna Eich), Michaela (Mira Gittner) und Lucy (Antje Nikola Mönning) sind Engel. Schmutzige Engel, die die engen Ketten der menschlichen Moral längst abgestreift haben und mittels sexueller Eskapaden zu sich selbst finden wollen. Und wie geht das am besten? Genau, mit Dildo-Spielchen im Strip-Club, Nackt-Motorradfahren und fröhlichem Rudel-Kopulieren. Dazwischen wird langatmig über Theologie und Existenzialismus philosophiert, schwankend zwischen Altherrenphantasie und pseudo-feministischem Pamphlet. Ein Ratschlag: Wenn Sie etwas über Existenzialismus wissen wollen, kaufen Sie ein Buch von Jean-Paul Sartre, wenn Sie gut gebaute Menschen beim Beischlaf beobachten wollen, wenden Sie sich an die Erwachsenen-Abteilung der Videothek Ihres Vertrauens. Wie langweilig die Kombination dieser Ingredienzen ist, beweist hingegen „Engel mit schmutzigen Flügeln“.
Info: Die Film-Premiere findet heute um 20.30 Uhr im Moviemento Linz im Beisein von Hauptdarstellerin Antje Nikola Mönning statt.