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"Suicide Squad": Die Bösen sind die Guten

Im Film "Suicide Squad" wird viel gekämpft.

Die Bösen sind die Guten

Jared Leto als Joker (Universum Film) Bild:

Die Geschichte ist schnell erzählt: Zwei Fabelwesen mit überirdischen Kräften und einer Armee schleimiger Soldaten wollen die Welt zerstören. Als einzige Gegenwehr sieht eine Geheimagentin einen Trupp aus den gefährlichsten derzeit einsitzenden Kriminellen.

Darunter sind der Superschütze Deadshot (Will Smith), die völlig wahnsinnige Harley Quinn (Margot Robbie), ausgestattet mit einem Baseballschläger, sowie ein Pyromane, Messerkünstler und eine wuchtige Ungestalt mit Bärenstärke. In mehreren Kampfszenen können die Verbrecher ihre jeweiligen Talente ausspielen. Und weil in diesem Film die Bösen die Guten sind, gewinnen sie am Ende natürlich.

Angeführt werden sie von Colonel Rick Flag (Joel Kinnaman), der das Leben der kaum zu bändigenden Superschurken dank injizierter Sprengstoffkapseln per Klick aufs Smartphone auslöschen kann. Dadurch entwickelt sich ein anfangs kaum vorstellbarer Zusammenhalt: "Wenn er stirbt, sterben wir auch", stellt Deadshot fest.

Einzig der immer wieder auftauchende Joker (Jared Leto) vermag mit irrem Blick und auf der Hand tätowiertem Grinsemund, den er wahlweise sich oder anderen ins Gesicht schiebt, dem Film zumindest einige groteske Züge verleihen.

Tiefgründig ist das nicht wirklich, aber als Popcornkino taugt die Produktion durchaus. David Ayer schrieb und inszenierte das Himmelfahrtskommando nach den Figuren aus den US-amerikanischen DC-Comics, die der Verlag seit Ende der 80er-Jahre veröffentlicht.

Und wer hätte gedacht, dass ein rosa Plüschpferd in einem Kampf der Elemente ums Ende der Welt eine entscheidende Rolle spielt?

Kino: "Suicide Squad", USA 2016, 125 Min.

OÖN Bewertung:

 

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Artikel 20. August 2016 - 00:04 Uhr
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