Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Samstag, 21. April 2018, 04:04 Uhr

Linz: 13°C Ort wählen »
 
Samstag, 21. April 2018, 04:04 Uhr mehr Wetter »
Freizeit  > Kino  > OÖN-Filmkritik

"Schweinskopf al dente": Der Franzl grantelt wieder

Der Film "Schweinskopf al dente" ist die dritte Krimikomödie nach Romanen von Rita Falk.

"Schweinskopf al dente": Der Franzl grantelt wieder

Simon Schwarz (l.), S. Bezzel Bild: Constantin

Bereits mit "Dampfnudelblues" (2013) und "Winterkartoffelknödel" (2014) hatte sich der Protagonist, Polizist Franz Eberhofer aus Niederbayern, in die Herzen gespielt. Bis gestern haben ihn schon rund 40.000 Besucher (5500 in Österreich) wieder willkommen geheißen.

Liebenswerte Übergriffigkeit

Wobei man gar nicht genau sagen kann, ob das "am Franzl" liegt oder an seinem Darsteller Sebastian Bezzel. Denn hier liegt der seltene Glücksfall vor, dass man Bezzel und Franzl nicht mehr auseinanderdividieren kann. Der Schauspieler hat sich den Eberhofer förmlich angezogen, ihn mit sympathischer Wurschtigkeit, idealer "Passt scho!"-Mentalität sowie irrwitzigem "Saugrant" ausgestattet.

Auch diesmal liest sich die Geschichte, die ihn umtreibt, wie eine, die man beim "Tatort" in einen tiefenpsychologischen Thriller verwandeln würde. Dienststellenleiter Moratschek (Sigi Zimmerschmied) wird von einem Mörder (Gregor Bloéb) heimgesucht, den er einst verhaftet hat. Aber Regisseur Ed Herzog nutzt diese Ausgangslage wieder für ein amüsant-skurriles Abenteuer. Mit Mafia-Anleihen und einer Hommage an die Enge des Landlebens. Diese gerät deshalb so lustig, weil jede Übergriffigkeit der liebenswerten Figuren, vor allem von Ermittler-Kollegen Rudi Birkenberger (Simon Schwarz) und der Eberhofer-Oma (Enzi Fuchs), überspitzt ist, aber im Kern trotzdem wahr sein könnte. (nb)

Schweinskopf al dente: D 2016, 96 Mi., R.: Ed Herzog

OÖN Bewertung:

 

Kommentare anzeigen »
Artikel 13. August 2016 - 00:04 Uhr
Mehr OÖN-Filmkritik

"Lady Bird": Der harte wie zarte Kampf einer Tochter mit der Mutter

Ein hinreißendes Stück Kino über das Flüggewerden.

"The 15:17 to Paris": Wie Eastwood eine Heldengeschichte banal werden lässt

Regisseure haben die Verantwortung, Geschichten bestmöglich zu erzählen.

"Zauberer": Einsamkeit frisst Seelen auf

Es ist meist finster, düster und sehr oft Nacht: ein Film, in dem es kaum Tag wird.

"Das etruskische Lächeln": Ein Grantler und Sturschädel

Film nach dem gleichnamigen Roman von José Luis Sampedro.
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS
Bitte Javascript aktivieren!