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"Ma Ma – Der Ursprung der Liebe": Penélope Cruz, wunderschön und diesmal fast heilig

Das Drama "Ma Ma – Der Ursprung der Liebe" beschäftigt sich mit dem Thema Brustkrebs.

Penélope Cruz, wunderschön und diesmal fast heilig

Penélope Cruz, diesmal als glorifizierte Krebspatientin Magda Bild: Filmladen

Anfang dieses Jahres hatte Penélope Cruz einen höchst skurrilen Auftritt im quirligen "Zoolander 2". Nun ist die spanische Schauspielerin in einem Drama zu sehen, in dem es um einiges ernster zugeht: Protagonistin Magda (Cruz) muss sich hier einer niederschmetternden Diagnose stellen: Brustkrebs. Die Mutter eines kleinen Sohnes will das Beste aus der Situation machen; nicht nur, dass Magda versucht, ihr Leben in vollen Zügen zu genießen, sie geht auch eine neue Beziehung ein.

Magda ist nicht nur eine großartige Mutter und selbstlose Kämpferin – sie ist auch wunderschön, wunderbar im Bett und überhaupt offenbar knapp vor der Heiligsprechung.

An den Haaren herbeigezogen

"Ma Ma – Der Ursprung der Liebe" feierte seine Festivalpremiere 2015 in Toronto. Die Regie kommt von Julio Médem; der spanische Regisseur ist bekannt für Filme wie "Lucia und der Sex" oder "Eine Nacht in Rom". Médem widmet sich in seinem Film einem an sich sehr wichtigen Thema. Schließlich ist jede achte Frau eine Risikopatientin für Brustkrebs. Allein, es hapert an der Umsetzung.

Denn die Story ist irgendwie an den Haaren herbeigezogen. Jeder noch so schlimme Schicksalsschlag wird von der Protagonistin engelsgleich hingenommen. Ihren Sohn liebt sie über alles, ihren untreuen Ehemann entsorgt sie. Dann lernt sie einen schwulen Fußballtrainer kennen, der etwa gleichzeitig mit dem Ausbruch des Krebses Frau und Tochter verliert. Zwischendurch pflastern tödliche Autounfälle und sterbende Komapatienten die Filmhandlung.

Schließlich landet Magda auf Vermittlung ihres Frauenarztes, der gleichzeitig ein großartiger Sänger ist, in einem Swingerclub und wird dort geschwängert. Happy End gibt es keines, auch wenn Magda zum Schluss ein Kind auf die Welt bringt - und danach mit einem Lächeln stirbt.

"Ma Ma – Der Ursprung der Liebe" (ES/F 2015, 111 Min), Regie: Julio Médem

OÖN Bewertung:

 

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Artikel 09. Juli 2016 - 00:04 Uhr
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