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"Los Feliz": Ein Pakt mit dem Teufel für einen filmischen Traum

Es war ein sehr liebevoller Film, den Edgar Honetschläger 2013 vorgelegt hat: "Omsch", über seine Nachbarin und "beste Freundin", die 102-jährig gestorben ist.

Ein Pakt mit dem Teufel für einen filmischen Traum

Los Felíz: Unkonventionelle Kinokunst Bild: EDOKO INSTITUTE FILM PRODUCTION VIENNA / EDGAR HONETSCHLÄGER

Nun bringt der Künstler mit "Los Felíz" eine Arbeit ins Kino, die auf den ersten Blick weniger "menschelt". Doch wer sich auf diese cineastische Reise einlässt, der erfährt, entschlüsselt, denkt an nicht weniger Intensives: die Macht der Bilder, die Sehnsüchte, die sie auslösen, die Abgründe, die sie verbergen, hat Lust und Freude an ihrer Ästhetik.

Auf spannenden Wegen abseits einer alles vorkauenden Erzählung entfaltet der Regisseur eine Geschichte über eine französische Museumswärterin (Pauline Acquart), eine spirituelle Japanerin (Yukika Kudo) und den britischen Teufel (Philippe Spall). Letzterer wird von Kardinälen beauftragt, den Bedeutungsverfall des Westens aufzuhalten. Mit diesem Pakt mit dem Teufel startet ein Roadmovie durch Amerika, das so surreal anmutet, wie es dieser Konstellation gebührt. Doch dieser angenehm ruhig dahingleitende Fiebertraum von einem Film wirkt im Kern nie unwirklich. Denn er ist reich an Genre-Referenzen, Zitaten aus Kultur, Politik, Religion wie Gesellschaft, die ihn zum Spiegel wandeln. Er zeigt uns den alltäglichen Glauben an Ikonen jeder Art, ohne ihn uns vorzuhalten. (nb)

Los Feliz: AT/IT/US/JP, 2016, 105 Min.,

OÖN Bewertung:

OÖ-Termine: Programmkino Wels, 17. 3., 20 Uhr; Moviemento Linz, 18. 3., 18.30 Uhr, Präsentation mit E. Honetschläger

 

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Artikel 14. März 2016 - 00:04 Uhr
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