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Komödie rund um den Muttertag mit Herz, Schmerz und Humor

"Mother's Day" ist der letzte Film von Romantikkomödien-Spezialist Garry Marshall.

Komödie rund um den Muttertag mit Herz, Scherz, Schmerz und Humor

Zwei Komödiantinnen – Julia Roberts und Jennifer Aniston – im Film "Mother’s Day" Bild:

Es macht einfach Spaß, diesem offensichtlich mit viel Freud’ an der Sache agierenden Schauspielteam zuzuschauen. Im letzten Film von Romantikomödien-Regisseur Garry Marshall, der 81-jährig Mitte Juli verstorben ist, geht es wie in den Vorgänger-Filmen "Valentinstag" und "Happy New Year" wieder um einen mit allen Vorurteilen und Erwartungshaltungen besetzten Familienfeiertag: "Mother’s Day", also Muttertag.

Den letzten Teil seiner Feiertags-Trilogie setzt Garry Marshall mit den altbewährten Mitteln und einer herausragenden Besetzung um. Julia Roberts, der Marshall 1990 an der Seite von Richard Gere in "Pretty Woman" zum Durchbruch verholfen hat, war damals eine Prostituierte mit blonder Perücke. Nun ist sie mit altmodischer roter Chris-Lohner-Haarpracht eine toughe Schmuckverkäuferin bei einem Verkaufssender: Das macht sie mit vergnüglicher Selbstironie und ihrem unvergleichlichen "Hammerlächeln" – wie es im Film einmal heißt.

Sie ist die einzige Frau im Film, die Karriere statt Mutterschaft gewählt hat. Aber es ist nicht alles so, wie es anfänglich scheint ...

Die Schwestern Jesse (Kate Hudson) und Gabi (Sarah Chalke) haben den Kontakt zu den Eltern abgebrochen, weil sie deren engstirnigem Konservatismus einiges entgegenzusetzen haben: Jesse ist mit einem Inder verheiratet, Gabi mit einer Lesbe. Jennifer Aniston ist eine Nummer für sich: als schusselige, alleinerziehende Mutter zweier Söhne wuselt und stöckelt sie durch das Geschehen. Und muss auch noch aushalten, dass ihr Ex sich eine Jüngere, knapp dem Akne-Alter entwachsen, angelt. Da zeigt sie wieder ihren ausgeprägten Hang zur Komödiantik. Und Marshall gibt dem Ganzen auch noch Wortwitz, Situationskomik und Fettnäpfe mit. Die Zeichen stehen auf Sturm vor dem nahenden Muttertag ...

Marshall verknüpft wiederum die Erzählstränge miteinander. Vieles ist Klischee, manches auch seicht, einiges übertrieben und vorhersehbar. Hoffnungen werden enttäuscht, unverhoffte Glücksmomente genossen. Manchmal wird’s rührend, doch bevor es zu rührselig wird, kratzt der Regie-Altmeister gekonnt die Kurve. Gut gemachte, gediegene Unterhaltung mit einem vergnüglichen Darstellerteam. Und unbedingt die verpatzen Film-Sequenzen im Nachspann anschauen!

Kino: "Mother’s Day – Liebe ist kein Kinderspiel", USA 2016, Regie: Garry Marshall, 120 Min.

OÖN Bewertung:

 

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Artikel Silvia Nagl 27. August 2016 - 00:04 Uhr
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