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"Hacksaw Ridge": Mel Gibson inszeniert einen Blutrausch

Als ein Film über die Macht des Glaubens und die Erhabenheit des Leides ist "Hacksaw Ridge" ein Mel-Gibson-Film durch und durch.

Mel Gibson inszeniert einen Blutrausch

Pazifist (oscar-nominiert: Andrew Garfield) im Krieg Bild: Universum Film

Darin schickt er einen gutmütigen Bibelfreund, gespielt vom US-amerikanisch-britischen Schauspieler Andrew Garfield, in einen zügellosen Blutrausch.

Desmond Doss (Garfield) ist ein großherziger Bursche vom Land mit einer tiefen Hingabe an seinen Glauben, der Gewalt verbietet. Aber als die Japaner Pearl Harbor angreifen, fühlt auch er sich persönlich angegriffen. Obwohl er sich gerade in die Krankenschwester Dorothy (Teresa Palmer) verliebt hat, meldet er sich bei der Armee als Sanitäter, beruft sich aber auf das Recht, aus Glaubensgründen den Dienst an der Waffe zu verweigern. Es ist eine wahre Geschichte, und es stimmt, dass Doss bis zu 75 verletzte Männer aus der Schlacht auf der Pazifik-Insel Okinawa trug und der erste Kriegsdienstverweigerer war, der die Ehrenmedaille für Tapferkeit erhielt, ohne je einen Schuss abgefeuert zu haben.

Aber noch bevor verstümmelte Körper fliegen, verbringt "Hacksaw Ridge" seine erste Stunde mit einem Kriegsfilmklischee nach dem anderen. Angefangen bei der süßlichen Balz zwischen Desmond und Dorothy über die archetypischen Infanteristen bis hin zu Vince Vaughn, der den obligatorischen, bellenden Drill-Sergeant spielt. Für diesen Film gibt es sechs Oscar-Nominierungen, darunter Andrew Garfield als bester Hauptdarsteller und Mel Gibson für die beste Regie. (ms)

"Hacksaw Ridge", AUS/USA 2016; 131 Min.

OÖN Bewertung:

 

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Artikel 28. Januar 2017 - 00:04 Uhr
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