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"Fences": Poltern mit Denzel Washington

"Fences": Der Star brilliert als schwieriger Mann, weniger als Kino-Regisseur.

Poltern mit Denzel Washington

Denzel Washington, Viola Davis Bild: David Lee

Troy Maxson ist ein Mann, der immer eine Bühne braucht. Die Hauptfigur im Film "Fences" spielt Denzel Washington, der auch die Regie verantwortete. Als Roy ist er königlich, weil er diesen Charakter, der ununterbrochen, tänzelnd große Reden hält, mit jeder Faser lebt. So gut, dass es nicht auszuhalten ist, man ihn vom Thron stoßen will.

Doch die Neugierde ist zu groß. Man möchte wissen, wohin ihn sein Gebärden und die harten Vorträge über das Leben als Vater, Arbeiter der Müllabfuhr und als schwarzer Mann in den USA der 50er führen. Am ehesten ins Verderben, hätte er seine Frau Rose nicht. Diese Frau voll Güte, Weisheit und Stärke verkörpert Violas Davis, die Washington an einnehmender Authentizität in nichts nachsteht. Das Paar ringt in ihrem Haus um Geld, um das Verhältnis zu den Söhnen. Und darum, wer die Zukunftschancen für Schwarze besser einschätzen kann. Für Rose ein Tanz auf einem Vulkan namens Roy. Davis und Washington sind für diese Spitzenleistung für den Oscar nominiert, der Film ebenso. Letzteres überrascht.

Denn "Fences" basiert auf einem Theaterstück, und den Film zu sehen, fühlt sich auch an, als verfolge man Theater. Szene für Szene, Raum für Raum zu drehen, um sie dann geschmeidig zu verbinden, ist kein großes Kino, sondern bleibt Imitation von Bühnengeschehen. Für den Oscar zu wenig.

Fences: USA 2016, 138 Min., Regie: Denzel Washington

OÖN Bewertung:

 

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Artikel Nora Bruckmüller 20. Februar 2017 - 00:04 Uhr
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