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Die Pubertät als zartes Roadmovie

Die Pubertät als zartes Roadmovie

Mit 14 Jahren mobil gemacht (Studioc.) Bild: /R.Bajo

Bekannt wurde Fatih Akin mit dem rohen Beziehungsdrama "Gegen die Wand". Nun läuft sein neuester Film im Kino, die Adaption von Wolfgang Herrndorfs (1965–2013) Kult-Jugendroman "Tschick".

Dass Akin von diesem Stoff angezogen wurde, verwundert nicht. "Tschick" erzählt von einer speziellen Freundschaft zweier eigensinniger Klassenkollegen: Maik, im Film von Tristan Göbel gespielt, und "Tschick", der deshalb so genannt wird, weil niemand seinen eigentlich russischen Namen aussprechen kann. Den jungen Einwanderer gibt Anand Batbileg.

Alle Achtung für die Außenseiter

Gemein ist ihnen ihr Außenseitertum, ansonsten sind sie wie Tag und Nacht. Motive, die Akin schon in "Soul Kitchen" mit Moritz Bleibtreu und Adam Bousdoukos als Brüderpaar fabelhaft bearbeitet hat. Maik und Tschick sind wie der Fast-Ex-Knacki und der Pleite-Koch Stehaufmänner, die voneinander lernen. Der duckmäuserische Maik findet in Tschick den Mut, er selbst zu sein. Tschick fühlt sich bei Maik zu Hause. Ein halsbrecherischer Roadtrip versichert beiden, dass sie im Duo weit mehr überleben können, als die Pubertät. Schön! (nb)

Tschick: D 2016, 94 Min, Regie: Fatih Akin

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Artikel 17. September 2016 - 00:04 Uhr
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