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"24 Wochen": Wir schaffen das

Kinofilm über eine schwere Entscheidung.

Wir schaffen das

Julia Jentsch Bild: filmladen

"Es ist eklig!", sagt Kindermädchen Kathi. Sie will nicht weiter im Haushalt bleiben, wenn das zweite Kind kommt. Denn dieses ist, wie eine Untersuchung im sechsten Schwangerschaftsmonat zeigt, an Trisomie 21 erkrankt – am Down-Syndrom. Astrid und Markus glauben, diese Situation zu schaffen, entscheiden sich für das Kind. Bis auch noch eine schwere Herzerkrankung festgestellt wird...

Die deutsche Regisseurin Anne Zohra Berrached (34) hat mit diesem Film ein wichtiges Statement zu einem Tabu-Thema abgegeben: Ein später Schwangerschaftsabbruch ist vom Gesetz her bis kurz vor der Geburt erlaubt, wenn Gefahr besteht, das Kind könne geistig oder körperlich schwer geschädigt sein.

Julia Jentsch als die schwangere Kabarettistin Astrid zeigt in diesem halbdokumentarischen Film eine überaus starke Performance sowohl in ihren stillen als auch in emotionsgeladenen Momenten. Ebenso agiert ihr Film-Partner Bjarne Mädel. Beide sind in Darstellung und Dialog authentisch und realistisch. Neben ihnen agieren "echte" Ärzte, Hebammen und Kabarettisten. Faszinierend auch die Bilder des Fötus im Mutterleib.

Es ist eine einfühlsame und sensible Erzählung, die betroffen macht, aber nicht auf die Tränendrüsen drückt.

Kino: "24 Wochen", D 2016; 110 Min.; Regie: Anne Zohra Berrached

OÖN Bewertung:

 

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Artikel Silvia Nagl 24. September 2016 - 00:04 Uhr
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