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Zehn Tipps für den Bonsai: Die Welt der kleinen Bäume

Bonsais, deren große Brüder im Freien stehen, auch dort aufstellen Bild: Ploberger

Zehn Tipps für den Bonsai: Die Welt der kleinen Bäume

ORF-Biogärtner erklärt heute, wie man mit viel Geduld und Pflege Bonsais kultiviert.

09. Juni 2017 - 00:04 Uhr

Eine großartige Ausstellung im Rahmen der Landesgartenschau in Kremsmünster zeigt noch bis Sonntag, wie genial die Welt der Bonsais ist. Fast hundert Minibäume sind im historischen Fischkalter zu sehen. Bonsais sind gerade in den letzten Jahren wieder besonders beliebt geworden. Hier zehn Tipps, wie man solche Bäume pflegt:

 

1 Der Baum in der Schale: Bon-Sai bedeutet so viel wie Baum in der Schale. In der Anfangsphase wird die Schale oft zu groß sein, nach und nach wird sie der Baumgröße angepasst. Neu entwickelte Schalen verhindern übrigens das Im-Kreis-Wachsen der Wurzeln und durch doppelwandige Schalen eine zu große Erwärmung.

 

2 Der perfekte Platz: Die wohl wichtigste Regel: Bäume, die bei uns im Freien wachsen, haben nichts im Zimmer verloren. Outdoor bleibt Outdoor. Anders bei tropischen Pflanzen, die als kleine Bäume gezogen werden – sie können im Zimmer aufgestellt werden.

 

3 Die richtige Pflanze: Im Prinzip lässt sich aus jedem Gehölz ein Bonsai kultivieren. Es sind also keine spezielle Pflanzen oder Sorten. Ob uralte Wildrose oder Azalee, ob Lärche oder Kiefer – über die Jahre lässt sich aus allen Pflanzen eine attraktive Baumskulptur gestalten.

 

4 Ohne Erde geht nichts: Normale Blumenerde oder Gartenerde ist für Pflanzen in so kleinen Schalen nichts. Das Substrat für Bonsai besteht aus Lava, Bims, Lehm, Akadame (Lehm aus Japan), Kanuma (ebenfalls aus Japan), Torf und Sand. Meist hat jeder Bonsaifreund aber seine eigene Mischung.

 

5 Der perfekte Schnitt: Der Schnitt macht den kleinen Baum erst zum Bonsai. Ob Besen- oder aufrechte Form, ob Kaskade oder windgepeitscht – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ziel ist es, die Bäume in klein so aussehen zu lassen, als ob sie in der Natur im Großen stehen.

 

6 Jährliches Umtopfen: Eine der wichtigsten Aufgaben ist das Umtopfen im zeitigen Frühjahr und der regelmäßige Wurzelschnitt. So wird das Wachstum reguliert und die richtige Proportion erreicht.

 

7 Immer wieder gießen: Bonsais wollen ihre Besitzer täglich sehen – oft sogar zweimal. Denn die wenige Erde in den Schalen trocknet rasch aus, muss aber feucht gehalten werden. So gießen die Bonsaifreunde an heißen Tagen oft täglich zwei bis drei Mal mit Sprühflaschen.

 

8 Die Kleinen haben Hunger: Wer meint, man kann einen kleinen Baum durch eine "Diät" kultivieren, der irrt. Nur gut ernährte Bäume wachsen perfekt. Der kleine Wuchs wird ausschließlich durch den Schnitt erzielt. So werden zu große Blätter entfernt, damit kleine, der Größe des Baumes entsprechende nachwachsen.

 

9 Im Winter gut geschützt: Auch im Winter bleiben die wertvollen Stücke im Freien. Allerdings nicht frei aufgestellt, sondern oft verpackt in Heu und Stroh. Gerade immergrüne Bonsais benötigen in dieser Jahreszeit besonders viel Aufmerksamkeit.

 

10 Wertvoll über Jahrzehnte: Für besonders perfekte Stücke, die schon einige Jahrzehnte alt sind, werden locker einige tausend Euro bezahlt.

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