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Was im Herbst zu tun ist

Bei all der Gartenarbeit rundherum: Zeit für die Apfel-Ernte (und fürs Genießen) muss auch sein ... Bild: colourbox.de

Was im Herbst im Garten zu tun ist

Bevor der Frost kommt: Biogärtner Karl Ploberger weiß, was Hobbygärtner jetzt zum Abschluss des Gartenjahres noch erledigen sollten.

Von Karl Ploberger, 15. September 2017 - 00:04 Uhr

Das Gartenjahr 2017 geht ins große Finale. Nach dem Hitzesommer haben viele Pflanzen mit dem Regen wieder kräftig zu wachsen begonnen. Das ist zwar einerseits gut, macht sie aber bei einem plötzlichen Frost empfindlich. Daher heißt es nun, die richtigen Maßnahmen setzen:

 

1 Rasen düngen

Braune, vertrocknete Rasenflächen waren zum Ende des Sommers fast allgegenwärtig. Damit wieder ein grüner Teppich entsteht, heißt es vertikutieren (auch jetzt im Herbst), danach Kompost verteilen und düngen. Idealerweise mit einem Kalium-betonten Dünger, der das Ausreifen der Gräser fördert. Kahle Stellen nachsäen, die Samen keimen im noch warmen Boden rasch.

 

2 Mit Patentkali düngen

Damit die nicht ganz frostfesten Pflanzen nicht zu kräftig weiterwachsen, werden sie nun ebenfalls mit Kalium-betonten Düngern versorgt. Patentkali gibt es nur noch da und dort, sogenannte "Winterdünger" enthalten ebenfalls viel Kalium. Das fördert das Ausreifen der Triebe und macht sie beständiger gegen Frost. Nicht überdüngen, eine Handvoll im Wurzelbereich ausstreuen genügt.

 

3 Blumenzwiebeln pflanzen

Damit der Frühling bunt wird, müssen jetzt die Blumenzwiebeln in die Erde. Die ersten sollten die Narzissen, Schneeglöckchen, Krokus und der Zierlauch sein. Tulpen können bis in den Dezember gepflanzt werden.

 

4 Beete neu anlegen und Herbstblumen setzen

Neue Staudenbeete kann man jetzt am besten anlegen. Wichtig ist, den Boden gut vorbreiten und die Töpfe vor dem Setzen gut wässern. Zum Abschluss die Erde mulchen und eventuell mit Eriken, Stiefmütterchen oder anderen Herbstblumen für Farbtupfer sorgen.

 

5 Frostempfindliche Pflanzen schützen

"Jute statt Plastik" muss die Devise beim Schützen sein, denn es geht nicht darum, die Pflanzen "warm" zu halten, sondern vor allem, vor zu viel Sonne zu schützen. Jute, Vlies oder Holzbretter sind der beste Schutz für Feige, Clematis oder Rhododendron.

 

Fragen und Antworten

Frage: Ich habe eine Hollerstaude mit weißen Beeren. Kann man damit auch Marmelade machen und ist da geschmacklich ein Unterschied?

Karl Ploberger: Ja diese weißen Beeren kann man verwenden (im Gegensatz zu den wirklich ganz rot gefärbten). Geschmacklich sind sie ähnlich, aber nicht so intensiv, wie die traditionellen Beeren.

Ich habe Lampenputzergräser in meinem Garten. Nun vermute ich, dass es sich im Rasen aussät. Diese „Büschel“ werden immer größer, der normale Rasen wird total verdrängt. Was tun?

Ich vermute fast, dass es sich hierbei nicht um das Lampenputzergras handelt, das sich aussät. Könnte es nicht Hirse sein, die sich breit macht? Die muss ausgestochen werden – leider keine besseren Nachrichten!

Ich habe eine Maulwurfsgrilleninvasion im Hochbeet. Ich habe zwei Mal angepflanzt, und obwohl ich den Salat in Anzuchtbecher pflanze, ist er schon wieder abgefressen.

Maulwurfsgrillen fressen den Salat nicht, sie beißen ihn nur ab, um das Nest, das darunterliegt, durch die Sonne zu erwärmen. Daher sofort dort nachgraben, wo Pflanzen abgebissen wurden und die Nester entfernen. Nematoden-Behandlung mehrmals wiederholen!

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