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Was Hobbygärtner jetzt im Sommer beschäftigt

Bild: plo

Was Hobbygärtner jetzt im Sommer beschäftigt

Welke Rosen, trockener Rasen, kranke Tomaten: ORF-Biogärtner Karl Ploberger weiß, welche Sorgen und Nöte die Hobbygärtner jetzt plagen - und hat Tipps parat.

30. Juni 2017 - 00:04 Uhr

Die längsten Tage sind erreicht und damit die herrlichste Zeit im Garten. Viele Stunden verbringen die Gartenfreunde nun in ihrem grünen Paradies. Da taucht freilich auch das eine oder andere Problem auf. Hier sind die häufigsten sommerlichen Gartenfragen:

 

Muss ich alle Rosen jetzt düngen?

Nein! Am wichtigsten ist die Düngung bei den mehrmals blühenden Edelrosen. Wildrosen, Historische Rosen oder auch die eingewachsenen Kletter- und Ramblerrosen müssen nun nicht mehr gedüngt werden.

Kann man den Rasen auch jetzt noch vertikutieren?

Das Vertikutieren sollte man nur dann durchführen, wenn der Boden gut durchfeuchtet ist. Nach einem mehrtägigen Regen und ein paar Stunden Trockenheit kann auch jetzt noch vertikutiert werden. Wenn nachgesät wird, dann die Fläche gut feucht halten. Die kleinen Grassämlinge sind extrem trockenheitsempfindlich.

Überall im Rasen sind gelbe, vertrocknete Flecken – was tun?

Einerseits können es tierische Schädlinge sein, die die Wurzeln abgebissen haben, oder es ist eine Pilzerkrankung. In jedem Fall den Boden an den betroffenen Stellen tiefgründig lockern und mit Bodenaktivator und organischem Rasendünger versorgen. Dann nachsäen und gut feucht halten.

Meine Hainbuchenhecke ist viel zu groß geworden, soll ich sie jetzt kräftig zurückschneiden?

Rund um die Sommersonnenwende werden alle Laubhecken geschnitten. Ein radikaler Rückschnitt sollte aber nicht um diese Zeit durchgeführt werden. Besser ist es, diesen im Spätwinter durchzuführen. Bei allen Arbeiten immer auf Vogelnester achten, die oft noch "bewohnt" sind.

Warum wird bei mir die zweite Aussaat der Radieschen nichts – im Frühjahr waren sie herrlich?

Bei Radieschen muss man unbedingt darauf achten, dass man keine Frühjahrs- und Herbstradieschen im Sommer pflanzt. Die unterschiedliche Tageslänge verhindert bei den Pflanzen die Ausbildung der Knollen.

Meine Tomaten drehen die Blätter zusammen – Hunger? Durst? Oder krank?

Zusammengerollte Blätter bei den Paradeiserstauden deuten auf einen Stickstoffüberschuss hin. Also keinesfalls düngen, sondern weiterhin gleichmäßig mit Wasser versorgen. Beim Gießen gilt generell: Lieber alle paar Tage kräftig und dann wieder eine Pause machen. Laub nicht nass machen.

Wie lange darf ich den Rhabarber essen? Ist der wirklich nun giftig?

Giftig ist der Rhabarber nicht, er enthält aber nun sehr viel Oxalsäure, die empfindlichen Menschen Magenprobleme verursachen kann. Man spürt übrigens diese Säure als Belag auf den Zähnen. Das übliche Ernteende um die Sommersonnenwende hat aber noch einen anderen Grund: Man will damit dem Stock die Chance geben, wieder Kraft fürs nächste Jahr zu tanken.

Der Schnittlauch wird immer dünner – muss man die Stöcke austauschen?

Nein! Schnittlauchstöcke können sehr alt werden, wenn man sie regelmäßig mit Dünger versorgt, im Frühjahr ausgräbt und teilt und ab Mitte August nicht mehr beerntet. Also jetzt mit Flüssigdünger versorgen.

Meine schwarze Ribisel wächst kräftig, hat aber fast keine Früchte. Die Pflanze ist zufällig in meiner Hecke aufgegangen. Was tun?

Ihr "Wildling" wird niemals viele Früchte bringen. Er ist offenbar durch Vogelkot in der Hecke aufgegangen und hat keine der guten Eigenschaften von Zuchtsorten mitgebracht. Also ausgraben und durch eine Fruchtsorte ersetzen.

 

Sprechstunde: Noch Fragen? Wenn ja: Biogärtner Karl Ploberger steht OÖNachrichten-Lesern am Dienstag, 11. Juli, wieder für alle Gartenfragen zur Verfügung. Zu erreichen ist der Biogärtner dann von elf bis zwölf Uhr am Telefon unter der Linzer Nummer: 0732/783291.

 

Das ist jetzt im Garten zu tun

Wir gärtnern im Takt der Natur und sind mit der Blüte der Linde im Hochsommer angelangt. Sommerzeit ist Erholungszeit – auch für Gärtnerin und Gärtner. Viel ist neben dem Gießen und Ernten nicht zu tun.

Im Garten: Rasen mähen – nicht zu kurz! Stufe IV-V ist ideal, dann trocknet der Rasen nicht aus. Wird Regen vorhergesagt, sollte man die Sommerdüngung durchführen, damit die Gräser kräftig werden und das Unkraut verdrängen.

Am Balkon: Kübelpflanzen, wie den Oleander, auch bei Regenwetter gut gießen. Durch das dichte Blätterlaub kommt kaum Niederschlag in die Töpfe. Düngen nicht vergessen!

Im Haus: Zimmerpflanzen ebenfalls düngen. Sind die Räume verdunkelt, um die Hitze abzuhalten, nicht zu viel gießen. Die Pflanzen wachsen dann wenig. Eventuell den Standort ändern.

 

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