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(Symbolbild) Bild: (colourbox.de)

Die tollsten Gemüsepflanzen für Balkon und Garten

OÖN-Biogärtner Karl Ploberger liefert viele Informationen und Tipps über den Anbau und die Pflege von Gemüse im eigenen Garten.

Von Karl Ploberger, 19. Mai 2017 - 00:04 Uhr

1. Die Paradiesäpfel

Was täten wir ohne Kolumbus im Flugzeug? Auf jeden Fall keinen Tomatensaft trinken, denn er war es, der den „Goldapfel“ nach Europa brachte.

Die Pflege: Tomaten benötigen einen vor Regen geschützten Standort. Als Erde verwendet man Bio-Erde aus der Packung (Ökohum ist eine bewährte), Hornspäne (eine Handvoll pro Pflanze) und einen stabilen Tomatenstab. Pflanzen immer locker aufbinden.

Die besten Sorten: Es gibt unendlich viele. Köstliche „alte“, aber auch robuste und geschmacklich hervorragende neue Sorten. „Piccolino“ – Cocktailtomate mit hervorragendem Geschmack; „Money Maker“ – Köstlich! Typisch: kleine hellgelbe Punkte rund um den Stängel. „Kremser Perle“ – alte, aromatische österreichische Sorte mit schmackhaften Früchten und kräftigem, gesundem Wuchs.

Tipp: Tomaten in den ersten Tagen „kurz“ halten und wenig gießen, ja sogar welk werden lassen und erst beim Erscheinen der ersten Blüten kräftig wässern. Das fördert den Blütenansatz und fördert ein kräftiges Wurzelwachstum.

2. Pflücksalate

Salat wird seit ewigen Zeiten gegessen. Früher gab es vor allem jene Salate, die auch heute wieder beliebt sind.

Die Pflege: Aussaat oder Pflanzung (vorgezogene Pflanzen mit Erdballen) in gut gelockerten und mit Humus angereichertem Boden. Bei Pflanzung in Balkonkisterln – Bioerde verwenden. Ernte: nach drei bis fünf Wochen

Die besten Sorten: Eichblatt, Lollo Rosso, Lollo Bianco aber auch Rucola – alle haben eines gemeinsam. Sie wachsen schnell und liefern über viele Wochen schmackhaften Salat.

Tipp: Salatpflänzchen niemals zu tief setzen. Faustregel ist: der Erdballen sollte nur zu 2/3 in die Erde, dann gibt es keine Fäulnis und die Salatpflänzchen wachsen gesund und kräftig.

3. Zucchini

Ein köstliches Gemüse, dieser typische „Italiener“. Dabei stammt die „Beere“ (!!!) gar nicht aus Italien, sondern, wie alle Kürbisse aus Amerika.

Die Pflege: Pflanzen auf der Fensterbank vorziehen und erst Mitte Mai ins Freie setzen. Einen sonnigen, aber luftigen Standort mit humoser, nährstoffreicher Erde wählen.

Die besten Sorten: „Black Forrest“ – „kletternde“ Zucchini zum Hochbinden. Robust, auch für kühlere Witterung. „Diamant“ – traditionelle grüne und sehr wüchsige Sorte. „Black Beauty“– starkwüchsige, reichtragende Sorte mit schwarzen Früchten. „Gold Rush“ – wüchsige Sorte mit intensiv, goldglänzenden Früchten.

Tipp: Viele der neuen Sorten setzen im Frühjahr so rasch Früchte an, dass das Wurzelwerk noch gar nicht entwickelt ist. Die Folge: die kleinen Früchte werden faulig. Daher die ersten drei bis vier Fruchtansätze ausbrechen, dann gibt’s nur gesunde Früchte.

 

...und das sollte auch nicht fehlen

Kohlrabi gehört zu den absoluten Favoriten und wird schon im März angepflanzt. Humose, gut mit Nährstoffen versorgte Erde (Hornspäne einstreuen!) sind die Basis für ein flottes Wachstum. Oft werden schon die ersten ganz kleinen Kohlrabi-Knollen zum roh essen geerntet. Wichtig: erst nach drei bis vier Jahren wieder an dieselbe Stelle setzen.

Bohnen wollen hoch hinaus. So praktisch Buschbohnen (nur 30 bis 40 Zentimeter hoch) sind, herrlich sind die Stangenbohnen. Nicht nur, weil sie weniger Platz benötigen, sie sind einfach dekorativer. Der Favorit ist „Blauhilde“. Die blauen Schoten sehen dekorativ aus und werden beim Kochen grün. Bohnen ganz spät säen (Ende Mai).
Radieschen sind die Flotten unter den Gemüsen: Kaum gesät, wird schon geerntet. Wichtig ist es, beim Kauf auf die Aussaatzeit zu achten. Es gibt Frühjahrs- und Herbstradieschen und solche, die das ganze Jahr über angebaut werden können, auch im Sommer. Nicht zu dicht säen. Falls es doch passiert ist, ausdünnen!

Chili – der Hit der letzten Jahre. Wer sie aus Samen ziehen will, muss schon im Jänner beginnen. Pflanzen kauft man ab Mai und setzt in humusreiche, kalkhaltige Erde an einem sonnigen bis halbschattigen Platz. Zu viel Hitze ist schlecht, da sich Spinnmilben und Läuse breitmachen. Chili sind mehrjährig und lassen sich in kühlen, hellen Räumen gut überwintern. Nicht zu viel gießen!

 

Das ist jetzt im Garten zu tun

Wir sind mit der Blüte des Holunders im Frühsommer angelangt. Schädlinge, Krankheiten und Wildkräuter (um nicht zu sagen Unkräuter) sind jetzt oft die Sorgenkinder im Garten. Das ist zu tun:

  • Tauchen Läuse auf, keine Panik! Oft sind Marienkäfer und vor allem die Larven zur Stelle. Notfalls mit Schmierseifenwasser die direkt befallenen Stellen besprühen. Weiße Fliegen im Gewächshaus sofort bekämpfen – Gelbtafeln aufhängen!
  • Rhododendren gleich nach dem Abblühen düngen!
  • Gurken und Bohnen können nun direkt im Freiland gesät werden .
  • Kübelpflanzen kräftig düngen – das heißt Citrus, Oleander und Palmen etwa zwei Mal pro Woche.
  • Rasen wöchentlich mähen – aber nie kürzer als vier Zentimeter!!
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Kommentare

„Ich warne vor der Zucchini Black Forest, die Samen gehen schlecht an.Die Packung ist obendrein ...“ EinsameSocke Ich warne vor der Zucchini Black Forest,...
„von EinsameSocke@ Pepone, woran wird es wohl liegen das wir immer weniger Insekten haben ?ich ...“ pepone von EinsameSocke@ Pepone, woran wird e...
„@pepone kennt vieleicht die > Arche Noah < nicht ...“ il-capone @pepone kennt vieleicht die > Arche Noah...

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