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Alte Pflanzen und neue Technologien

Die LED-Technologie kommt auch im Garten immer öfter zum Einsatz. Bild: (Ploberger)

Alte Pflanzen und neue Technologien

Retro trifft Innovation: Karl Ploberger hat die IPM, die größte internationale Pflanzenmesse der Welt in Essen, besucht – und für die OÖN alle Neuheiten und Trends für das Gartenjahr 2018 mitgebracht.

Von Karl Ploberger, 02. Februar 2018 - 00:04 Uhr

Es ist alljährlich das Treffen der Weltgartenszene: In Essen findet zu Beginn eines neuen Gartenjahres die größte Internationale Pflanzenmesse der Welt statt. Die IPM in Essen zeigt die Trends auf und ist gleichzeitig auch ein Stimmungsbarometer der Branche.

Die Stimmung in der Gartenbranche ist so gut wie schon lange nicht. Hat der Garten zwar alle Krisen der letzten Jahre immer mehr oder weniger schadlos überstanden, so ist nun eine regelrechte Euphorie spürbar. Volle Auftragsbücher, viele Innovationen und – so kurios es klingt – eine Phase der Retropflanzen.

LED-Lampen auch im Garten

Beginnen wir mit den Innovationen: Hier ist eindeutig die LED-Technologie im Vormarsch. Sowohl im Profibereich für großflächigen Einsatz in Gewächshäusern, aber auch als Lampen, die als Pflanzenleuchten einzelne Blumenstöcke mit Licht versorgen, oder bei der Aussaat das nötige und farbkorrekte Licht liefern (Venso Eco Solutions).

Besonders für Hobbygärtner sind diese nunmehr deutlich preisgünstigeren Anwendungen interessant.

Kakteen kommen wieder

Bei den Retropflanzen fällt die Wiederkehr der Kakteen auf. In allen Varianten waren sie auf der Messe zu sehen. Besonders auffällig waren die zum Teil 20 Jahre alten Exemplare mit einzigartiger Form. Wieder zu finden ist der gute alte Asparagus in "grober" und "feiner" Form. Ältere Gärtner kennen ihn: Asparagus "Plymosus".

Aus dieser Zeit kommt auch eine Pflanze wieder: die Nelke. Gab es schon in den vergangenen Jahren ein erstes Wiederauftauchen dieser duftenden Blüten, so findet man sie nun in vielen Variationen.

Absolut im Trend sind beim Gemüse die "alten" Sorten. Was bisher eher von Vereinen mit großem Engagement betrieben wurde, darauf stürzen sich nun alle Saatgutfirmen. Samenfeste Sorten, bei denen man selbst nachbauen kann, (Sperli) sind genau so zu finden, wie besonders geschmackvolle Gourmetsorten (Austrosaat).

Absoluter Trend ist nach wie vor der Insektenschutz: Einerseits durch neue Insektenhotels (Neudorff) oder durch bisher kaum zu bekommendes Saatgut von Wildblumen (samenmaier).

Dem steigenden Interesse an der Kartoffel kommen die Firmen ebenfalls nach: Angeboten werden neben alten Sorten (Kiepenkerl) auch vorgezogene Stecklinge, die völlig krankheitsfrei als Jungpflanzen im Topf angeboten werden (Volmary). Den passenden Topf liefert ein Kärntner Unternehmen. Einen Kartoffelturm, der auch auf kleinstem Raum eine tolle Ernte ermöglicht (GustaGarden).

Die Lust auf Beeren wird mit neuen kompaktwachsenden Sorten gestillt. So gibt es neue, besonders geschmackvolle Himbeeren, die im Topf gezogen werden und rasch eine Ernte bringen. "Express-Himbeeren" (Häberli) liefern bereits nach gut zweieinhalb Monaten eine erste Ernte.

Beeren auf die Schnelle

Ähnlich rasch ist die Ernte bei den Express-Erdbeeren, die als besonders große Pflanzen angeboten werden. Und weil die Hobbygärtner gern Zierde und Nutzen verbinden, gibt es Erdbeeren mit besonders großen und dekorativen Blüten und köstlichen Früchten (Lubera). Bei diesem Züchter ist auch erstmals eine Teepflanze (Camelia sinensis) für den Hausgarten zu finden. Freilich sind auch viele Dekorationen rund um den Garten auf der Weltmesse des Gartens zu finden. So gewinnt Glas immer mehr an Bedeutung.

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