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Selbstwert – Was bin ich mir selbst wert?

Selbstwertstärkung durch psychologische BeraterInnen

I Love Me

Bild: WKO OÖ

Beantworten Sie auf einer 10-stufigen Skala (0 = niedrigster Wert, 10 = höchster Wert) folgende Frage: „Wie wertvoll empfinden Sie sich selbst?“ Im Laufe des Lebens entwickeln sich – bedingt durch Erziehung, Schule und soziales Umfeld – viele teils negative Glaubenssätze, so dass die Frage oftmals nicht mit 10 beantwortet werden kann.

Mit dem höchsten Wert ist allerdings nicht egoistisches Verhalten gemeint, sondern das Beachten der eigenen Bedürfnisse, welche oftmals – eben aufgrund der Glaubenssätze und vergangenen Erfahrungen – in den Hintergrund treten. Wurde man häufig kritisiert und passierte dies in sehr persönlicher Weise, so lernte man an sich zu zweifeln, sich minderwertig und schuldig zu fühlen. Da somit ein positives Selbstbild nicht erlernt wurde, fehlt auch die innere Anerkennung und die Abhängigkeit nach äußerer Anerkennung wächst.

Die Suche nach ständiger Bestätigung und Anerkennung ist nichts anderes wie der Ausdruck einer geringen Selbstachtung und Selbstliebe. Fallen beide Formen der Anerkennung (innere und äußere) weg, können Krisen im Leben die Folge sein. Äußere Anerkennung ist gut und wichtig, das Ziel ist dennoch zur inneren Anerkennung zu gelangen, indem man sich beispielsweise selbst lobt. So ist es dann nicht so schlimm, wenn die Anerkennung von anderen mal ausbleibt. Nochmals: Sich selbst anzunehmen, zu achten und sich selbst zu mögen hat definitiv nichts mit Selbstverliebtheit und Egoismus zu tun, denn selbstsüchtige Menschen sind Menschen, welche sich im Grunde ihres Herzens selbst ablehnen. Und jene, die sich selbst mögen, sich selbst mit all ihren Schwächen und Stärken annehmen können, haben es nicht nötig, sich für etwas Besseres zu halten und andere abzuwerten. Ohne Selbstliebe gibt es auch keine Nächstenliebe! Nur wer sich selbst mag, hat auch die Möglichkeit zur Kontakt- und Beziehungsfähigkeit.

Mag. Andreas Urich, psychologischer Berater

Welche Möglichkeiten gibt es nun, die Eingangsfrage künftig mit 10 zu beantworten? Blicken Sie am Ende des Tages auf Ihre Erfolge anstelle Ihrer Misserfolge zurück. Was ist Ihnen gut gelungen? Was hat Ihnen Freude bereitet? Denken Sie positiv, vor allem über sich selbst, indem Sie alte Glaubenssätze wie beispielsweise: „ich bin wertlos, ich bin schuldig . . .“ ins Gegenteil transformieren. Dies erfordert natürlich einiges an Training, aber bereits nach einigen Wochen werden Sie deutliche positive Veränderungen in Ihrem Verhalten bemerken. Notieren Sie auch Ihre positiven Eigenschaften und Ihre Stärken.

Am besten eignen sich hier Satzergänzungen wie „ich mag mich, weil . . .“ oder „ich kann gut . . .“. Lebens- und SozialberaterInnen können Ihnen durch ein gezielt auf Sie abgestimmtes Training helfen, Ihren Selbstwert zu stärken.

An Ihnen ist nichts verkehrt, auch wenn Sie das Gefühl haben, dass mit Ihnen etwas nicht stimme.

 

Mag. Andreas Urich, psychologischer Berater Foto: privat

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Artikel 16. November 2016 - 07:30 Uhr
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