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Zu den Wintergipfeln über der Rettenbachalm

Skitour: Die Schneemengen dieses Winters haben die Rettenbachalm in eine Zauberlandschaft verwandelt. Neben dem Schönberg locken von dort weitere Gipfel

Zu den Wintergipfeln über der Rettenbachalm

Bild: Alois Peham

Dieser Winter hat rundum Begeisterung ausgelöst. Viele der Skitouren, die oft nur selten oder kurz möglich sind, stehen heuer zur Wahl. Auch die Zahl der Skitourengeherinnen hat sich merkbar erhöht und in manch aufgelassenem Skigebiet sind mehr Tourengeher unterwegs als früher Skifahrer.

Wir sind zu einer Tour in den westlichen Ausläufern des Toten Gebirges aufgebrochen und haben die von der Sonne beschienenen Hänge zwischen Hoher Schrott und Schönberg zum Ziel erkoren. Drei Gipfel stehen zur Auswahl, wir haben den Rotkogel gewählt.

Vom Parkplatz geht es zuerst noch entlang der Straße und der Loipe zu den ersten Hütten, wo man sich links hält und dem Wald zustrebt. Die Route ist bestens gespurt, entlang der Sommermarkierung an den Bäumen geht es Kehre für Kehre höher. Auch die eine oder andere Spitzkehre ist bei dieser Tour notwendig.

Die Almstraße wird einige Male überquert, und vor allem die lange Kehre über dem Kargraben heben wir uns für die Abfahrt auf. Im oberen Abschnitt wird der Wald dichter, einmal weichen wir auf einen Schlag aus und auf der Forststraße geht es dann immer leicht ansteigend bis zu einem weiten Almgelände mit der Wurzerhütte. Nach Nordwesten geht es höher, dem Bergwald entgegen.

Vorbei an einer Jagdhütte und zuletzt über einige freie Wiesenflächen steigt man zum Gipfel hinauf. Von dort oben sind auch die Anstiege zu den beiden anderen Gipfeln gut einsehbar. Für die Abfahrt bleibt man am Kammverlauf und erreicht über Lichtungen wieder die Almwiesen, über die man in angenehm flacher Hangneigung seine Schwünge nach unten zieht.

Auf der Forststraße gleitet man weiter hinab, und erst im unteren Teil gibt es bei entsprechenden Verhältnissen einige gute Abfahrtsvarianten durch den Wald oder über freie Schläge. Auch mit Schneeschuhen kann man die Gipfel von Rotkogel und Predigkogel besteigen. Dazu folgt man am besten dem Verlauf der Forststraße.

Die eine oder andere Abkürzung der Serpentinen durch weniger steilen Bergwald ist möglich, erst oben geht es dann endgültig ins freie Gelände.

*****

INFOS ZUR TOUR

Ausgangspunkt: Den geräumten Parkplatz am Beginn der Rettenbachalm, hier beginnt auch die gespurte Loipe, erreicht man auf der Straße, die von der Rettenbachmühle zu den Almböden führt. Abfahrt von der B145 Bad Ischl oder von Bad Ischl Süd kommend ins Rettenbachtal.

Charakteristik: Bei normalen Bedingungen eine leichte Skitour. Der Anstieg folgt der Sommermarkierung durch die Bergwälder hinauf. Für die Abfahrt ist im oberen Teil die Forststraße zu empfehlen.
Schwierigkeit II, Lawinengefahr: gering, Ausrichtung: Süd.

Variante: Von der Wurzerhütte oder der oberhalb im Wald gelegenen Jagdhütte zweigt man ab über die Hinteralm in einen Sattel und weiter auf den Gipfel des Predigkogels.
Achtung! Anstieg auf den Gamskogel über die Südhänge nur bei sicheren Bedingungen.

Gehzeiten: gesamt 4 Stunden, 3 Stunden im Anstieg

Länge: 13,5 km

Höhenmeter: 950, Parkplatz Rettenbachalm (635 m) – Rotkogel (1585 m), Predigkogel (1691 m), Gamskogel (1628 m)

Karten: AV-Karte Nr.15/1, freytag & berndt Nr. 5503 und 282, Kompass Nr. 20

GPS:

www.badischl.salzkammergut.at

WEGESRAND

Einkehr
Die Rettenbachalm ist als Einkehrstation ideal gelegen. Bei unserem Besuch nach der Tour an einem sonnigen Samstagnachmittag waren die Stuben gut gefüllt. Das hatte man unterschätzt und das Angebot an Speisen war schon fast erschöpft. Aber eine zweite Chance wollen wir den neuen Pächtern schon geben. Das Konzept mit Suppen, kleinen Imbissen, Jausen sowie wenigen Haupt- speisen und sehr guten selbstgemachten Kuchen gefällt uns. Infos: www.retten-bachalm.info

Die Touren-Apps der Alpinvereine:
Die großen Alpinvereine Österreichs, der Alpenverein und die Naturfreunde, bieten auch ein hervorragendes Service im Internet, das mit den jeweiligen Apps auch auf Smartphones installiert werden kann.
Dort findet man neben einer Karte auch jede Menge an Tourenbeschreibungen mit GPS-Tracks, Hinweise zu
aktuellen Bedingungen, eine Toolbox mit Höhenmesser, Kompass, Tourenplaner und Notruffunktion. Der Download der Apps: alpenvereinaktiv.com (Icon oben) via play.google.com,
tourenportal.at, auch via iTunes

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Artikel Sabine Neuweg und Alois Peham 10. Februar 2017 - 00:04 Uhr
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