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Von der Bleckwand auf den Wolfgangsee geschaut

Stichwort: Aussichtsreich ist die Runde, die von Nordosten auf den Gipfel der Bleckwand führt. Ein Felsdurchblick und ein knackiger Abstieg sind dabei Höhepunkte.

Von der Bleckwand auf den Wolfgangsee geschaut

Bild:

Es gibt mehrere Möglichkeiten, den Gipfel der Bleckwand zu besteigen. Am einfachsten ist die Auffahrt auf der Mautstraße zur Niedergadenalm und von dort am Märchenweg über die Bleckwandhütte auf den Gipfel. Eine Runde, die auch Kindern Spaß machen wird. Wir haben für den Anstieg den Weg Nr. 34 vom Gasthaus Mahdhäusl gewählt. Bald geht es in den Wald hinein, bei einer Abzweigung nach rechts, auf einer Forststraße weiter. Fast hätten wir die Abzweigung nach links übersehen. Auf einem steiler werdenden Steig geht es höher, man quert eine steilere Waldflanke und erreicht das Gebiet der Bleckwandalm, weiter ansteigend die Bleckwandhütte.

Die Einkehr mit Blick von der Terrasse lassen wir uns nicht entgehen, ehe wir weiter aufsteigen und den Gipfelkamm erreichen. Ein Felsfenster gibt einen perfekten Fotorahmen für den Wolfgangsee ab. Kurz darauf – das Gipfelkreuz. Wir sind nicht alleine, der Märchenweg motiviert auch für Familien zu einer Bergwanderung. Wir gehen weiter am aussichtsreichen, nach Nordosten steil abfallenden Kamm bis zum höchsten Punkt und folgen dann dem Weg Nr. 876 in südlicher Richtung abwärts. Hier wird es felsiger, bald wendet sich der Weg nach Nordosten, in steilen Serpentinen geht es hinab zur Schartenalm. Stöcke sind hilfreich, der Weg ist teilweise schlecht zu gehen, durch Laub etwas mühsam und bei Nässe bestimmt sehr rutschig.

Empfangen von Blütenpracht

Imposant sind immer wieder die Blicke in die Steilabbrüche unter dem Gipfelkamm. Bald sind die unangenehmen Passagen geschafft. Man erreicht die ausgedehnten Almwiesen der Schartenalm. Bunte Blütenpracht empfängt uns, beim Blick hinauf ist der ganze Kammverlauf zu sehen.

Kurz nach der Almhütte kommt man zu einer Gedenkstätte. Sie erinnert an den Generaldirektor der Vöest-Alpine, Peter Strahammer, der beim Abstieg zur Schartenalm 2001 tödlich verunglückte. Über Almwiesen geht es hinab zur Almstraße, von der der Weg wieder in den Wald abzweigt. Weiter unten erreicht man die Kreuzung, die man noch vom Anstieg kennt, bergab erreicht man das Gasthof Mahdhäusl.

INFOS ZUR TOUR 

Ausgangspunkt: Der Parkplatz kurz vor dem Gasthof Mahdhäusl wird über eine schmale Zufahrtsstraße von der B 158 nach der Abfahrt Strobl erreicht. Ein Schild links an der Straße weist auf den Gasthof hin. Die Einkehr am Ende der Tour ist ein idealer Abschluss.

Charakteristik: Anregende, abschnittsweise steile Bergtour auf markierten, beschilderten Wegen. Keine
ausgesetzten Stellen. Nur bei trockenen Wegen zu empfehlen, da der Abstieg über den
Südostrücken und im anschließenden Wald steil und mit Laub bedeckt ist.

Varianten: Für den Abstieg kann man auch dem gemütlicheren und weniger steilen Weg hinab zur
Niedergadenalm folgen. Dieser zweigt etwa 100 Meter nach dem Gipfelkreuz vom Kamm rechts ab. Unten angekommen folgt man weiter der Beschilderung zur Schartenalm. 

Einkehr: 
Die Bleckwandhütte der Naturfreunde Bad Ischl hat eine traumhafte Terrasse mit Blick auf den Wolfgangsee. Der junge Hüttenwirt Alex hat die Hütte heuer übernommen und ist mit großem Elan gestartet. Ofenfrischer Schweinsbraten, geräucherte Forellen aus dem Wolfgangsee (herrlich!), Kaspressknödel auf Kraut, Craftbeer aus dem Pinzgau: kein Wunder, wenn die Übernachtungen für die nächsten Wochenenden
fast ausgebucht sind. www.bleckwandhuette.naturfreunde.at
Der Gasthof Mahdhäusl
bietet sich als Einkehrstation nach der Tour an. Man sitzt im Garten oder auf der Terrasse neben Tiergehegen. Wildgerichte, Lamm und Schmankerl aus eigener Produktion werden serviert. Di Ruhetag
www.mahdhaeusl.at

Gehzeiten: 5 Stunden mit Pause

Länge: 10 km

Höhenmeter: 950, Gasthof Mahdhäusl (610 m) - Bleckwandhütte (1329 m) - Bleckwandgipfel (1541 m) - Schartenalm (1051 m)

GPS: 


Karten: freytag & berndt Nr. 5282, Kompass Nr. 018

www.wolfgangsee.salzkammergut.at

INFO Tourenführer

Salzkammergut BergeSeen Trail
Wolfgang Heitzmann beschreibt in diesem Wanderführer mit beigelegter Tourenkarte den neuen 350 Kilometer langen „einzigartigen Weg von See zu See und zu Plätzen voller Poesie“. Alle Etappen des Weges mit alpinen Varianten und Gipfeln am Weg werden in den 60 Touren vorgestellt (trail.salzkammergut.at). Kompass Verlag 2017 (Preis: 14,99 Euro
).

 

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Artikel Sabine Neuweg und Alois Peham 30. Juni 2017 - 00:04 Uhr
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