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Von Zauchensee auf den Strimskogel

Ski-/Schneeschuhtour: Eine genussvolle Tour führt vom Skigebiet Zauchensee auf den Aussichtsbalkon des Strimskogels. Der höher gelegene Ausgangspunkt ist in diesem Winter ein zusätzlicher Vorteil.

Von Zauchensee auf den Strimskogel

Bild: Alois Peham

Ein Ausflug im Familienkreis führte uns in diese Region der Radstädter Tauern. Einige waren mit den Alpinskiern im Skigebiet Zauchensee unterwegs, wir anderen haben diese Route mit den Tourenskiern ausgewählt. Eine gute Kombination, bei der alle auf ihre Rechnung gekommen sind. Bei der abschließenden Einkehr traf man sich dann wieder. Mit Blick auf die gegenüberliegenden Pisten beginnt man den Anstieg beim Parkplatz. Etwa 50 Meter talaus, dann nach rechts und an Häusern vorbei auf einer Forststraße höher. Meist kann hier schon angeschnallt werden und man hält sich an die Beschilderung Richtung Strimsalm und Sonnalm. Vorsicht: Die Straße dient auch als Rodelbahn von der Sonnalm herab, so sollte man bis zur Vorderen Strimsalm möglichst durch Wald die Kehren der Straße abkürzen oder hintereinander am Rand bleiben. Nach etwa einer halben Stunde sind die Almhütten der Strimsalm erreicht, und über freie Almflächen abwechselnd mit Waldpassagen zieht man Kehre für Kehre höher. Spuren sind fast immer vorhanden. Bald erreicht man die Latschenregion, wendet sich nach Norden und erreicht noch unter dem Sattel einen Wegweiser: 30 Minuten zum Strimskogel. Bei guten Verhältnissen geht es weiter zum Sattel, und durch die Südwestflanke des Gipfelhangs quert man hinauf zum Skidepot unter dem Gipfel.

Von Zauchensee auf den Strimskogel

 

Bei unsicheren Verhältnissen steigt man vom Wegweiser durch Latschen nach Osten gemütlich Richtung Taxlalmkogel höher. Steil sind hier die Abbrüche nach Norden, und immer eindrucksvoller baut sich die Felswand des Strimskogels auf. Über den flachen Gipfelhang erreicht man in 20 Minuten problemlos die Gipfelkuppe.

Die Ausblicke von hier sind nicht weniger eindrucksvoll, tief unten liegt Zauchensee mit dem geschäftigen Treiben auf den Pisten. Die Abfahrt führt über breite, freie Latschengassen in direkter Linie hinab, bis man wieder die Anstiegsspur erreicht hat. Links und rechts findet man genügend Platz und Möglichkeiten, seine Spuren hinab zu ziehen, zuletzt über weite Almwiesen landet man wieder bei den Strimsalmhütten.

Von Zauchensee auf den Strimskogel

 

2038 m: Der Gipfel des Taxlalmkogels ist laut Karte eigentlich der höhere Vorgipfel dieser latschenbewachsenen Bergkuppe. Besonders schön ist der Blick auf die felsige Ostwand des Strimskogels. Vom Dachstein über die Niederen bis zu den Hohen Tauern schweifen die Blicke.

Ausgangspunkt: Von Altenmarkt führt die Straße dem Talverlauf folgend hinauf zum Skizentrum Zauchensee. Beim ersten Parkplatz links, noch vor den Liften – rechts liegt der winterlich bedeckte Zauchensee – ist der ideale Startplatz für diese Tour.

Charakteristik: Schöne, viel begangene Tour, die ab der Strimshütte durch Bergwälder mit größeren freien Flächen hinaufführt in die Latschenregion. Schwierigkeit: II, Lawinengefahr: nur bei größeren Neuschneemengen am steilen Strimskogel-Gipfelhang. Ausrichtung: Südwest.

Mit den Schneeschuhen: Die Route auf den Taxlalmkogel ist auch bestens für eine Schneeschuhtour geeignet. Besonders im Frühjahr, wenn die Almstraße bis zur Strimshütte schon schneefrei ist. Man kann von hier auch der Straße hinauf bis zur Sonnalm im Skigebiet folgen.

Gehzeiten: 2 Stunden 30 Minuten im Anstieg, Länge 9,1 km gesamt, Höhenmeter 800, Parkplatz Zauchensee (1340 m) - Vordere Strimshütte (1548 m) - Strimskogel (2139 m) - Taxlalmkogel (2038 m)

Internet: www.altenmarkt-zauchensee.at/de/aktivitaeten/winterurlaub/skitouren

Karten: freytag & berndt Nr .201, Kompass Nr. 31

Am Wegesrand:

Einkehr Im Skizentrum Zauchensee findet man alle Arten von Einkehrmöglichkeiten, von der musikdominierten Schirmbar bis zu gediegenen Restaurants (www.zauchensee.at/gastronomie). In Altenmarkt ist der Markterwirt seit Jahrzehnten die erste Adresse. Man steht für regionale Gastronomie mit Fisch und Wild aus der Region. Neuerdings hat man sich auch noch der Bierkultur verschrieben, das passt bestens zu den gemütlichen Wirtsstuben (www.markterwirt.at).

Buchtipp: 50 Skitouren in dieser Region für Einsteiger und Genießer findet man im Skiführer Dachstein-Tauern mit Salzkammergut und Tennengebirge von Sepp Brandl. Erschienen im Bergverlag Rother in der 3. aktualisierten Auflage aus dem Jahr 2015 zum Preis von 14,90 Euro. Von den Pulverschneeabfahrten im Hochwinter bis zu rassigen Firntouren ist alles zu finden.

GPS-Track als Download

 

 

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Artikel Von Sabine Neuweg und Alois Peham 11. März 2016 - 00:04 Uhr
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