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Von Grünau auf den Zwillingskogel

Bergtour: Wenn die Hochlagen noch mit Schnee bedeckt sind, finden sich in den Vorbergen lohnende Ziele. Zwischen Almtal und Traunsee dominiert schon das frische Grün der Wälder

Von Grünau auf den Zwillingskogel

Bild: Alois Peham

Schon bei der Anfahrt nach Grünau sticht der Zwillingskogel mit seinem Doppelgipfel ins Auge. Am Bahnhof in Grünau beginnt die Beschilderung. Man wandert das erste Stück entlang der Gleise, biegt dann nach links ab und folgt dem Weg mit der Nr. 419, der vorbei an einem letzten Wiesenfleck hinaufführt in die Bergwälder Richtung Gipfel. Durch schönen Mischwald steigt man höher, bei einer Rast haben wir schon einen ersten Blick ins Tal. Ein Seil hilft über einige steilere felsige Wegabschnitte hinweg, dann folgt eine Querung mit einem weiteren kurzen Seil, und man erreicht den Kamm mit steilen Wiesen- und Felshängen.

Der Weg hier ist gespickt mit Wurzeln, und bald hat man den felsigen Gipfelaufbau erreicht. Zunächst quert man noch im Felsgelände unter dem ersten Gipfelfelsen, dann steigt man nach rechts die letzten Meter zum Gipfelkreuz am Hauptgipfel hinauf. Jetzt ist der Ausblick frei in alle Richtungen. Segelflieger nutzen den Aufwind und winken von oben mit den Flügeln zu den Berggehern herab. Am Weiterweg steigt man zunächst in eine Senke hinab, dann wieder leicht bergauf und folgt am breiten Kamm dem Weg hinab zum Durchgang.

Steil sind die Abbrüche zur Forststraße, wo unser Abstiegsweg verläuft. Vom Durchgang, dem Kreuzungspunkt Richtung Traunsee, steigt man noch einige Höhenmeter den Kamm hinauf bis zum Abstieg Richtung Hauergraben. Der gut angelegte Weg kann bei Nässe etwas unangenehm werden. Ab der Forststraße wandert man entspannt durch den Hauergraben talaus.

Wir hatten das Glück, zur Narzissenblüte unterwegs zu sein. Eine große Wiese voll mit den leuchtenden weißen Blüten liegt am Weg. "Schützt die Narzisse!" wird auf einer Tafel appelliert. Ein kleiner Strauß darf aber gepflückt werden. Die Forststraße geht über in einen asphaltierten Güterweg. Auf 580 Meter bei einem Haus am Waldrand erreicht man eine Wegteilung. Rechts geht es durch den Wald hinab in die Ortschaft Almegg und entlang der Straße zurück zum Ausgangspunkt. Wer der Asphaltstraße weiter folgt, kommt hinab zu einer Querstraße und nach links zur kleinen Bahnstation Traxenbichl.

*****

Infos zur Tour

Ausgangspunkt: Wir sind am Bahnhof in Grünau gestartet. Es gibt genügend Parkplätze. Eine gute Alternative ist, mit der Bahn anzureisen. Dann kann man beim Abstieg auch die Bahnstation Traxenbichl ansteuern. Oder man wandert über die Mairalm hinaus zum Traunsee nach Gmunden.

Charakteristik: Nicht allzu schwierige Bergwanderung auf bestens beschilderten und mit den Nummern 419 und 411 markierten Steigen. Im oberen Teil des Anstiegs kurze steilere Abschnitte, zwei Passagen mit Seilsicherungen. Trockene Wege und gute Profilsohlen erhöhen den Genuss.

Varianten: Man kann vom Gipfel auch wieder am Anstiegsweg zurückkehren. Schöner, aber auch länger ist unsere beschriebene Route. Der Abstieg in Richtung Traunsee über die Mairalm und am Miesweg entlang des Sees ist bei Anreise mit dem Zug eine gute Alternative.

Gehzeiten: 5–6 Stunden

Länge: 14,5 km

Höhenmeter 980, Grünau (528 m) – Zwillingskogel (1402 m) –Durchgang/Abzweigung Mairalm (1158 m) – Abzweigung Grünau/Hauergraben (1185 m)

GPS:

Karten: freytag & berndt Nr. 5503, Kompass Nr. 018, Naturerlebniskarte der Tourismusverbände

 www.gruenau-almtal.at, www.traunsee.at

1402 m: Der Zwillingskogel ist ein herausragender Aussichtsberg. Wie auf einer Kette aufgefädelt liegen die Gipfel des Toten Gebirges im Süden. Markant im Westen der Traunstein. Vorsicht ob der Steilwände in Richtung Hauergraben!

Am Wegesrand

Einkehr: Mehrere gute Gasthäuser findet man in Grünau sowie in Scharnstein. Wir sind in dem seit 2015 wieder geöffneten renovierten Bierhotel und Bierheurigen Ranklleiten bei Pettenbach eingekehrt. Neben den guten Bieren aus der Brauerei Eggenberg wird auch so manche andere Bierspezialität ausgeschenkt. Warme Küche täglich durchgehend von 11 bis 21 Uhr (www.ranklleiten.com).

Besondere Markierungen: Die Wegmarkierungen auf den Zwillingskogel möchten wir hier besonders erwähnen. Mit Zusatzinfos und auch motivierenden Zurufen wie: „Nur mehr 20 Minuten“ haben die Wegwarte des Alpenvereins Wels hier beste Arbeit geleistet.

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Artikel Sabine Neuweg und Alois Peham 03. Juni 2016 - 00:04 Uhr
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