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Vom Feuerkogel zum Kaiserweg

Bergtour: Ein schöner Weg führt von Ebensee auf den Feuerkogel. Nach einem Gipfelabstecher zum Helmeskogel quert man über dem Tal auf dem Kaiserweg zur Spitzalm.

Vom Feuerkogel zum Kaiserweg

Bild: Alois Peham

Im Ortszentrum von Ebensee beginnen wir diese Bergwanderung. Wer es gemütlich angehen will, startet am Nachmittag, übernachtet auf einer der gastlichen Hütten am Feuerkogel und macht eine Eineinhalb-Tagestour daraus. Von der Brücke über den Langbathbach folgt man der Beschilderung, erst in die kleine Fußgängerzone, dann über Stiegen zum Kreuzweg.

Dieser führt hinauf zur Kalvarienbergkapelle mit einem ersten schönen Tiefblick zum Traunsee. Gut angelegt führt der Europaweg höher, Goassa-Lackn, Saxenbuacha und Hohe Rast sind beschilderte Wegpunkte.

Vom Feuerkogel zum Kaiserweg

 

Man erreicht die Talstation der Gsoll-Kabinenbahn, die nur im Winter in Betrieb ist und kommt teilweise abseits, teilweise auch auf den Skiabfahrten höher. Der Weg mündet beim ehemaligen Naturfreundehaus, das nach einer großzügigen Renovierung zur Kranabethhütte wurde.

Die schöne Terrasse lockt zu einer ersten Einkehr oder auch Übernachtung. Von hier gibt es zwei Möglichkeiten für den Weiterweg: hinauf zur Bergstation der Seilbahn und vorbei an den Hütten und Berggasthöfen Richtung Helmeskogel. Oder kurz nach der Kranabethhütte nach links am direkten Weg, der nicht weit vorm Helmeskogel einmündet. Hier findet man auch die etwas versteckt liegende Abzweigung hinab zum Kaiserweg.

Vom Feuerkogel zum Kaiserweg

 

Durch Latschengassen steigt man teilweise etwas mühsam unterm Helmeskogel hinab in eine schluchtähnliche Felsformation. Der Blick ins Tal zwischen Ebensee und Bad Ischl begleitet uns am Weiterweg, der Steig schlängelt sich auf einer Höhe von etwa 1400 Meter hinüber bis zur Felsbarriere der Ofenhöhe. Diese kleine Hürde ist zu überwinden.

Der kurze, steile Überstieg ist mit Seilen gesichert und sollte daher kein Problem bereiten. Weiter führt der Weg teilweise durch schütteren Bergwald zu den kleinen Almwiesen und der Jagdhütte auf der Spitzalm. Ein schöner Rastplatz. In Serpentinen steigt man durch Waldschläge am markierten Weg ab, erreicht eine Forststraße und wandert auf dieser gemütlich hinaus nach Langwies.

Von hier über die Traun zur Bahnstation Steinkogel oder am schön angelegten Soleleitungsweg zurück nach Ebensee.

 

  1. Ausgangspunkt: Parkplätze im Zentrum von Ebensee rund um die Bahnstation Landungsplatz. Diese Tour eignet sich auch deshalb sehr gut zur Anreise mit dem Zug, da sich nicht weit vom Endpunkt der Tour in Langwies die Bahnstation Steinkogl befindet.
  2. Charakteristik: Der Anstieg am Edelweiß-Europaweg auf den Feuerkogel ist bestens markiert. Von dort auf guten Wegen zum Helmeskogel. Der Kaiserweg, ein felsiger Bergpfad, erfordert Trittsicherheit. Eine kurze seilversicherte Felsbarriere ist bei der Ofenhöhe zu überwinden.
  3. Varianten: Man kann auch mit der Seilbahn auf den Feuerkogel hinaufschweben und so den Großteil der Höhenmeter kraftsparend absolvieren. Von der Spitzalm kann man in etwa zwei Stunden auch zur Rieder Hütte ansteigen und von dort wieder zurück zum Feuerkogel wandern.

Infos

  • Gehzeiten: 6–7 Stunden
  • Länge: 20 km, Höhenmeter 1300, Ebensee (426 m) – Feuerkogel (1592 m) – Helmeskogel (1633 m) – Spitzalm (1381 m) – Langwies (430 m)
  • Internet: www.ebensee.at
  • GPS: Garmin-GPS-Datei
     
  • Karten: freytag & berndt Nr. 5503, Kompass Nr. 018

 

Wegesrand

Einkehr und Übernachtung: Mehrere gute Gasthöfe und Hütten laden am Feuerkogel zur Einkehr und Übernachtung ein. Von der Berghütte mit Kirche, dem Gasthof mit zünftiger Bratlpartie bis zum Berggasthof mit eigenem Weinkeller ist alles zu finden. Es stehen zur Auswahl: die vorbildlich renovierte Kranabethhütte (www.kranbethhuette-feuerkogel.at), die Christophorushütte mit Kapelle, gern genutzt für Berghochzeiten (www.Christophorushütte.at), das Feuerkogelhaus (unten) mit Gruppenangeboten für Geburtstagsfeste und Feiern (www.feuerkogel.com) und der Berggasthof Edelweiß für kulinarische Feinspitze und Weinkenner
(www.feuerkogel.at).

Die Feuerkogel-Seilbahn: Bereits im Juni 1927 wurde die damals als "kühnste Seilbahn Europas" bezeichnete Bergbahn eröffnet. Mit nur einer Stütze werden die insgesamt 1100 Höhenmeter überwunden. Initiiert wurde sie vom Ebenseer Rudolf Ippisch, der es mit viel Überzeugungskraft schaffte, die Finanzierung zu sichern. In der Sommersaison 2016 fährt die Seilbahn bis 30. Oktober täglich von 8.30 Uhr bis 17 Uhr jede halbe Stunde
(www.feuerkogel.net).

 

 

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Artikel Sabine Neuweg und Alois Peham 26. August 2016 - 00:04 Uhr
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