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Viele Wege führen auf den Kasberg

Skitour: Im Skigebiet Grünau gibt es mehrere Möglichkeiten, den Gipfel des Kasberg zu besteigen – von einer kurzen Genusstour bis zu einer ausgedehnten Tagesskitour.

Viele Wege führen auf den Kasberg

Bild: Alois Peham

Zum Gipfel des Kasbergs gibt es mit Tourenskiern von zwei Seiten her Anstiegsmöglichkeiten. Eine führt von Steyrling durch den Katzengraben zur Steyrer Hütte und weiter auf den Gipfel. Wir sind diesmal von Grünau aus gestartet. Die ersten 550 Höhenmeter sind wir bequem mit der Gondel auf den Jagerspitz hinauf geschwebt.

Die in Abfahrtsrichtung linke Piste fährt man dann hinab zur Station der Gondelumlaufbahn. Hier kommen die Felle an die Skier, und entlang der Tourengeherroute schleift man höher. Auf etwa 1250 Meter zweigt nach links eine Spur ab, die etwas weiter oben die Piste noch einmal überquert.

Hier verlässt man die beschilderte Route und steigt den vorhandenen Spuren folgend hinauf über einen Rücken zum Benn Nock. Ein schöner Platz für eine kurze Rast, dann gleitet man hinab zur Piste, und entlang dieser geht es weiter hinauf, vorbei an der Sepp-Huber-Hütte bis zum Einstieg in den Gipfelhang. Hier quert man den steiler werdenden Hang leicht ansteigend und kommt zu einem kurzen schmalen Übergang, der bei Hartschnee oder Eis etwas heikel werden kann. Nach dieser kurzen Konzentrationsübung geht es den nach oben hin breiter und flacher werdenden Hang hinauf bis zum Gipfelkreuz.

Viele Wege führen auf den Kasberg

Blick zum Traunstein

Wind und Schnee haben bizarre Skulpturen an den hier vereinzelt stehenden Legföhren gezaubert. Die Blicke schweifen über das Tote Gebirge zum Traunstein und weiter zur Kremsmauer. Die ursprünglich geplante Abfahrt hinab zur Steyrer Hütte und den Wiederanstieg zum Gipfel sparen wir uns. Das Ergebnis von Sonne und kalten Nächten war ein unangenehmer Harschdeckel, der den Pulverschnee zudeckte.

Also fahren wir entlang des Anstiegsweges wieder hinab zur Piste und auf dieser entspannt bis nahe dem Fahrenau-Schlepplift am Beginn der Talabfahrt. Auf der Tourengeherroute schiebt man nach links kurz leicht bergauf, und durch den Wald wird kurz darauf das Hochberghaus erreicht. Wir genießen den Tourenausklang auf der sonnengewärmten Terrasse, ehe wir auf der Familienabfahrt zurück zu den Parkplätzen abfahren.

 

Ausgangspunkt: Den Tourengeherparkplatz Nr. 2 bei der Talstation erreicht man von Grünau auf der Straße Richtung Langau. Die Parkgebühr von 4 Euro ist beim Automaten neben den Kassen zu lösen. Auffahrt zum Jagerspitz 16 Euro, zur Sepp-Huber-Hütte 20 Euro (inkl. Parkgebühr).

Charakteristik: Bei normalen Bedingungen leicht. Der Anstieg über den Benn Nock ist eine gute Alternative. Bei Hartschnee kurze heikle Passage am Übergang zum Gipfelhang, Abfahrt ab dem Skigebiet auf der Piste, Schwierigkeit II, Lawinengefahr: nur am Einstieg zum Gipfelhang, Ausrichtung: Nord.

Varianten: Man kann auch vom Tal aus der beschilderten Tourengeherroute hinauf folgen und hat dann bis zum Gipfel 1200 Höhenmeter zu bewältigen. Oder man fährt mit der Gondelumlaufbahn bis zur Sepp-Huber-Hütte hinauf, dann fehlen nur mehr 250 Höhenmeter zum Gipfel.

Einkehr: Das Hochberghaus haben wir zur Einkehr am Ende der Tour gewählt. Auf der sonnengewärmten Terrasse könnte man in Versuchung kommen, etwas länger sitzen zu bleiben. Gut ist die Auswahl an Speisen, von g’schmackigen Suppen bis zu klassischen Hüttenschmankerln. Die Krautfleckerl schmeckten ausgezeichnet. Auch die freundliche Bedienung wollen wir hier besonders erwähnen (www.hochberghaus.at).

Gehzeiten: 4 Stunden gesamt, 2 - 3 Stunden im Anstieg Länge: 15,5 km, Höhenmeter: 650 im Anstieg, 1300 Abfahrt, Parkplatz Kasberglifte (580 m) - Anfellplatz Gondelumlaufbahn (1140 m), Benn Nock (1520 m), Kasberg (1747 m) - Hochberghaus (1132 m)

Internet: www.kasberg.at

GPS: Garmin-GPS-Datei zum Download

Karten: freytag & berndt Nr. 081, Kompass Nr. 19

 



PDF Datei (989.80 KBytes.)

 

1747 m: Ein großes Kreuz empfängt einen am Gipfel des Kasbergs. Großartig sind die Blicke ins Tote Gebirge und über die Voralpenlandschaft. Mit Käse hat der Name nichts zu tun, er stammt vom althochdeutschen Wort "Kar".

 

Buchtipp: "Hoch hinaus – Wege und Hütten in den Alpen", Böhlau Verlag 2016 (Preis 52 Euro, für AV-Mitglieder 34,80 Euro): Zwei umfassende Bände über die Geschichte der Hütten des Alpenvereins mit gesamt 674 Seiten, herausgegeben vom Deutschen, Österreichischen und Südtiroler Alpenverein. Voraussetzung für die starke Zunahme des Bergtourismus in den Alpen war einst die Errichtung der Wege und der Unterkünfte.

Im 1. Band beleuchten diverse Autoren das Thema aus unterschiedlichen Sichtweisen und die Veränderungen im Laufe von 150 Jahren. Im 2. Band werden die Hütten nach Gebirgsgruppen geordnet mit den wesentlichsten Fakten historisch aufgelistet vorgestellt (www.alpenverein.at).

 

 

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Artikel Sabine Neuweg und Alois Peham 10. März 2017 - 00:04 Uhr
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