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Über zwei Gipfel zur Gradnalm

Bergtour: Ein versteckter Waldgipfel, der überraschende Ausblicke freigibt, war das erste Ziel. Als zweiten Gipfel haben wir den felsigen Pfannstein über der Gradnalm angesteuert.

Über zwei Gipfel zur Gradnalm

Bild: Alois Peham

Wenn das Wetter wechselhaft angesagt und unsicher für höhere Ziele ist, ist diese Tour eine gute Alternative und auch als Halbtagesunternehmung zu empfehlen. Vom Parkplatz unterhalb des Grassnerkreuzes folgt man zuerst noch auf einer Zufahrtsstraße der Wegnummer 445 bergauf.

Bald leiten uns Wegweiser auf einen Weg, der im Wald aufwärts und dann auf einer Forststraße weiterführt. Entlang einer Waldweide geht es steil, aber auf einem gut angelegtem Steig über einige Stufen höher. Hier wurde der ursprüngliche Weg, der durch die Weide verlief, verlegt.

Blick bis zur Kremsmauer

Auf Forststraßen geht es weiter, man erreicht einen Waldkamm und auf diesem entlang bald den letzten Aufschwung zum Gipfelfelsen des Schabenreitnersteins. Überraschend frei sind die Blicke nach Süden, auch ein Teil der Kremsmauer ist schon sichtbar.

Tief unten liegt die Waldkreuzung der Sattelhald, die wir als nächstes Ziel ansteuern. Dazu folgt man dem Weg weiter am Kamm über einen kleinen Hügel, am Beginn einer Lichtung zweigt ein gut sichtbarer Steig nach rechts ab, und in fast direkter Linienführung geht es durch Wald hinab zur kleinen Jagdhütte im Sattel. Etwas mühsam ist der Weiterweg auf der gleichmäßig steilen Almstraße hinauf bis zur schön gelegenen Gradnalm. Dort über den Almwiesen ist auch schon unser nächstes Ziel zu sehen.

Erst auf Wiesenwegen, zuletzt über steilere, kurze Felspassagen arbeitet man sich auf den Gipfel des Pfannsteins hinauf. Nur die Blütenpracht des hier üppig blühenden Leimkrauts lenkt uns von den Ausblicken in die umliegenden Berge ab.

Durch schöne Laubwälder

Nach dem Eintrag ins Gipfelbuch geht es hinab zur Gradnalm zur verdienten Einkehr mit Blick zu den steilen Felsabbrüchen der Kremsmauer.

Für den weiteren Abstieg folgen wir ab der Sattelhald dem Wegweiser und der Markierung Grassnerkreuz, und so erreichen wir durch schöne Laubwälder wieder die Waldweide, wo sich die Runde um den Schabenreitnerstein schließt. Am Anstiegsweg geht es von dort hinab zum Ausgangspunkt.

INFOS ZUR TOUR

Ausgangspunkt:
Beim kleinen Parkplatz etwa einen Kilometer nach Steinbach am Ziehberg Richtung Kirchdorf beginnt die Beschilderung des Weges Nr. 445. Abzweigung nach Steinbach entweder von der B 138 nach Kirchdorf oder von der B 120 noch vor Scharnstein.

Charakteristik:
Leichte Bergwanderung auf gut beschilderten und markierten Steigen. Nicht markiert ist der Abstieg vom Schabenreitnerstein in die Sattelhald. Im letzten Teil des Anstiegs zum Pfannstein kurze steilere Passagen. Trockene Wege und gute Profilsohlen erhöhen den Genuss.

Varianten:
Man kann vom Pfannstein auch weiter dem Kammverlauf auf markierten Wegen zum Mittagstein folgen und von dort nach Steinbach absteigen. Dann sollte man allerdings für eine Rückfahrgelegenheit zum Ausgangspunkt vorgesorgt haben.

Dauer: 4 Stunden

Länge: 11,5 km, Höhenmeter 900, Parkplatz Grassnerkreuz (680 m) – Schabenreitnerstein (1143 m) – Sattelhald (1010 m) – Pfannstein (1423 m) – Gradnalm (1240 m)

GPS:


Karten: freytag & berndt Nr. 081, Kompass Nr. 019

www.steinbach-ziehberg.at

 

Über zwei Gipfel zur Gradnalm


 

WEGESRAND

Einkehr: Die Gradnalm ist an Wochenenden einfach bewirtschaftet. Während der Woche für Gruppen auf Anmeldung unter 0664/5106081 oder 0664/2412323.

Wir sind nach der Tour im Gasthaus Krapfenmühle am Ortsrand von Steinbach eingekehrt und waren rundum zufrieden. Auch am Nachmittag gab es einige warme Speisen sowie Jausen, wie die erfrischend garnierten Schafkäsegupferl (Tel. 07582 7203).

Buchtipp: Der Nordalpenweg – In 50 Etappen von Wien nach Bregenz, von Gerald Radinger.
Das im Juni im Kral Verlag erschienene Buch macht Lust aufzubrechen zu der 1000 Kilometer langen Durchquerung Österreichs. Atemberaubende Landschaften, einsame Hochplateaus, stille Seen und hohe Berge der Weitwanderweg 01 lässt keine Wünsche offen. Detaillierte Wegbeschreibungen, Karten und Bilder komplettieren den Führer. (Preis 19,90 Euro)

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Artikel Sabine Neuweg und Alois Peham 29. Juli 2016 - 00:04 Uhr
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