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Über die Pillsteinhöhe zum Zwölferhorn

Skitour: Die Tiefbrunnau, ein Schneeloch zwischen Faistenau und Fuschl, ist der Ausgangspunkt. Abseits von Pisten und der Seilbahn nähert man sich von Westen her dem Zwölferhorn.

Über die Pillsteinhöhe zum Zwölferhorn

Bild: Alois Peham

Es hat sich herumgesprochen, dass hier im Talschluss der Tiefbrunnau auch dann noch Schnee liegt, wenn er in den Tallagen des Salzkammerguts und im Umland von Salzburg schon wieder weg ist. Dazu trägt auch der etwas höhere Ausgangspunkt bei. Vom Ende der Parkplätze beim Beginn der Bergstraße geht es hinab zu einem Bach, der auf einem schmalen Steg überquert wird.

Vorbei an einer Hütte steigt man über Almwiesen höher, bis man beim Waldrand eine Forststraße erreicht. Auf dieser schleift man gemächlich ansteigend hinauf zur Mehlsackalm, die eingebettet zwischen Bergflanken in einem weiten Kessel liegt. Man quert oberhalb der wuchtigen Almhütte unter den teilweise steilen Flanken des Gartenbergs hinüber und steigt dann durch lichten Wald hinauf auf einen Sattel.

Im oberen Randbereich der steilen Wiesenhänge an der Westseite des Gartenbergs quert man hinauf zu einer Kuppe mit ersten schönen Blicken über das Zwölferhorn zum Schafberg. Man gleitet kurz abwärts in eine kleine Senke, aus der die Abfahrtsvariante hinab zur Stubneralm startet. Wir aber steigen vorbei an einer kleinen Hütte hinauf zum breiten, gespurten Wanderweg um die Pillsteinhöhe und nach links hinauf zum Gipfelkreuz des Pillsteins. Hier kann man in Ruhe den tief unten liegenden Wolfgangsee bewundern und die Bestimmung der zahlreichen Berge rundum in Angriff nehmen.

Wenn es ganz oben eng wird

Von hier geht es entlang der breiten Winterwanderroute, bis der schmale und etwas steilere Anstieg hinauf zum Gipfel des Zwölferhorns nach rechts abzweigt. Das massive Holzkreuz ist umlagert von Winterwanderern, asiatischen Touristen und Skitourengehern. Da kann es, wenn die Smartphones zum Gipfelbild gezückt werden, schon einmal eng werden. Direkt unterhalb des Gipfels liegt die gern angesteuerte Franzl’s Hütte. Von hier schwingt man über steilere Hänge, die bequem umfahren werden können, abwärts, bis noch vor der Sausteigalm die Route nach links abzweigt. Über die Almstraße und einige kurze Abschneider fährt man bequem hinab zum Ausgangspunkt in der Tiefbrunnau.

*****

INFOS ZUR TOUR

Gehzeiten: 3 Stunden im Anstieg

Länge: 10 km

Höhenmeter: 800 m, Parkplatz Tiefbrunnau (850 m) – Mehlsackalm (1100 m) – Pillsteinhöhe (1478 m) – Zwölferhorn (1522 m) – Sausteigalm (1110 m)

1478 / 1522 m: Mit je einem Gipfelkreuz locken der Pillstein und das 44 Meter höhere Zwölferhorn. Von wo der Ausblick schöner ist, darüber kann man streiten. Weniger los ist auf dem Pillstein mit einem Rundblick bis zum Schafberg.

GPS:

Karten: freytag & berndt Nr. 282, Kompass Nr. 15

Ausgangspunkt: Am Ende der Straße in der Tiefbrunnau stehen ausreichend geräumte Parkplätze zur Verfügung. Die Anfahrt erfolgt entweder von Faistenau oder über die Perfallstraße von Fuschl am See ausgehend. Direkt beim Firmensitz von „Red Bull“ zweigt diese Straße ab.

Charakteristik: Landschaftlich schöne Tour, die Querung auf den Kamm in etwas steilerem Gelände, hier Vorsicht bei großen Schneemengen und Hartschnee. Schwierigkeit: II, Lawinengefahr: bei ungünstigen Verhältnissen aus den Steilflanken, Ausrichtung: Nord bis West.

Varianten: Der Aufstieg ist auch entlang der Abfahrtsroute über die Sausteigalm zum Zwölferhorn möglich, bei ausreichender Schneelage auch entlang der Piste von St. Gilgen. Eine Abfahrtsvariante führt von der Pillsteinhöhe über die Stubneralm hinab zum Parkplatz Tiefbrunnau.

www.wolfgangsee.salzkammergut.at,
www.12erhorn.at

 

AM WEGESRAND

Einkehr: Als erste Einkehrstation hat sich Franzl´s Hütte direkt unter dem Gipfel des Zwölferhorns zum Treffpunkt für Tourengeher entwickelt. Da kann es schon vorkommen, dass man auf einen freien Platz warten muss. Es gibt auch Übernachtungsmöglichkeiten. Montag Ruhetag. www.franzlshuette.at

Der Almgasthof Sausteigalm lädt am Ende des Steilhanges vor dem Beginn der Forststraße zur Einkehr in die gemütlichen Stuben. Im Jänner nur an WE geöffnet (Tel. 0664 1247380).

Bereits im Juni 1957 wurde die 2740 Meter lange Zwölferhornseilbahn in St. Gilgen eröffnet. Die nostalgischen Gondeln haben aber bald ausgedient. Die Errichtung einer neuen Bahn ist geplant, die Umsetzung aber noch offen. www.12erhorn.at

 

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Artikel Sabine Neuweg und Alois Peham 12. Januar 2018 - 00:04 Uhr
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