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Tourenlehrpfad auf die Loibersbacher Höhe

Ski-/Schneeschuhtour: Der beschilderte Tourenlehrpfad bei Faistenau ist perfekt dazu geeignet, sich mit Ausrüstung und Gefahrenquellen des Skitourengehens zu beschäftigen.

Tourenlehrpfad auf die Loibersbacher Höhe

Bild: Alois Peham

Nicht nur für Einsteiger, sondern auch für versierte Tourengeher bietet der Tourenlehrpfad die Möglichkeit, sich wieder etwas intensiver mit den verschiedenen Herausforderungen des Tourengehens vertraut zu machen. Sieben Methodentafeln informieren über Gelände- und Schneeverhältnisse, über das Miteinbeziehen des aktuellen Lawinenlageberichtes und über Gehtechnik und Gefahren auf Wintertouren.

Vom Parkplatz Tiefbrunnau geht es zunächst zur LVS-Kontrollstation. Hier kann man sein Lawinenverschüttetensuchgerät testen. Es sollte zur Routine am Beginn jeder Skitour gehören, die Geräte auf Empfang- und Sendefunktion zu überprüfen. Von hier folgt man der Beschilderung, über Wiesenhänge steigt man höher zu einem Waldschlag, der hinaufführt zur Grögernalmhütte. Von dort geht es flach hinaus zu einer Almstraße, kurz nach rechts und über weite Wiesenhänge nahe der Schafbachalm steigt man gemütlich höher und erreicht bei einer Tafel einen Steilhang, ein ideales Übungsgelände für die Spitzkehrentechnik. Oben angekommen wird es wieder flacher, ein breiter Lawinenkegel im Almgelände unter den Faistenauer Schafberg veranschaulicht eine der Gefahrenquellen beim Tourengehen. Nach der Schafbergalm folgt noch einmal ein steilerer Abschnitt hinauf zu einem Rücken, der sich gleichmäßig ansteigend bis zum höchsten Punkt auf der Loibersbacher Höhe hinaufzieht. In der ausgeaperten, nach Süden gerichteten Wiese genossen wir Sonne, Aussicht und Gipfeljause. Neben Skitourengehern waren auch zahlreiche Schneeschuhwanderer unterwegs.

Almstraße als Rodelbahn

Für den Abstieg folgt man der Anstiegsroute. Nach der Querung unter dem Faistenauer Schafberg kann man auch auf einer Forststraße bleiben, die in einem Bogen durch den Wald hinabführt und unterm Steilhang wieder einmündet. Für eine abschließende Einkehr bieten sich zwei Hütten an: die Grögernalm (Mittwoch und Donnerstag Ruhetag) und die Schlittenhütte. Von dieser führt auch eine Almstraße hinab zum Ausgangspunkt, die im Winter als Rodelbahn genutzt wird.

Infos:

Ausgangspunkt:
Den gebührenpflichtigen Parkplatz Keflau erreicht man von der B158 von Fuschl über die Ortschaft Perfall nach Tiefbrunnau oder von Faistenau nach Tiefbrunnau. Zufahrt zum Parkplatz bei der kleinen Ortschaft Hatz oder 700 Meter weiter.
Charakteristik:
Leichte und meist problemlose Tour, ideales Gelände auch für Schneeschuhwanderer. Schwierigkeit: II
Lawinengefahr: gering, Vorsicht nur bei der Querung unter dem steilen Osthang des Faistenauer Schafbergs. Ausrichtung: Nordost
Varianten:
Zusätzliche 200 Höhenmeter kann man mit der Besteigung des Faistenauer Schafbergs von der am Sattel gelegenen Döllererhütte aus machen. Ein nach oben hin steiler werdender Südwesthang führt teilweise durch einen Waldrücken auf den Gipfel.

Gehzeiten: 2 Stunden, 30 Minuten im Anstieg, mit Stopps bei den Schautafeln, Länge 11 km, Höhenmeter 700, Parkplatz Tiefbrunnau (800 m) – Schafbergalm (1290 m) – Loibersbacher Höhe (1456 m) – Faistenauer Schafberg (1559 m)
Internet: www.tourenlehrpfad.at (mit Planungsanleitung zur Tour), www.groegernalm.at
Karten: Kompass Nr. 15, freytag & berndt Nr. 392


GPS-Track:

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Artikel Von Sabine Neuweg und Alois Peham 18. Dezember 2015 - 00:04 Uhr
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