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Steile Wände im Ausseerland

Bergtour: Schwindelerregende Blicke in die Tiefe würzen die Tour auf den Trisselkogel. Zwischen dem Altausseersee und dem Grundlsee liegt der Gipfel.

Steile Wände im Ausseerland

Wie aus dem Bilderbuch Bild: Alois Peham

Besonders vom Altausseersee ist die Trisselwand ein markanter und unübersehbarer Blickfang.

Unerreichbar scheint der Gipfel, aber wie so oft gibt es auch hier zwei Seiten. Eine herrliche Bergtour führt auf guten Wegen hinauf zum Blick über die senkrechte Felswand nach unten. Wir starten vom Gasthof Trisselwand am Tressensattel.

Am Gasthof vorbei geht es über Wiesen zum Waldrand und weiter im Wald höher. Bald mündet von links der Sattelweg ein, der vom Altausseersee heraufführt. Im Wald geht es höher, auf einer Tafel wird das Natura 2000 Europaschutzgebiet der Region vorgestellt, erste Blicke in die Trisselwand, gegenüber der Loser und der Dachstein rückt schon ins Bild.

Wahres Glück im Augenblick

Weiter oben eine Rastbank, die zum Nichtsattsehen einlädt. Durch die Felsbarriere des Ribeisen wird es steiler und felsig. Ein Geländer gibt Sicherheit, und bald kommt man hinauf auf das Plateau. Ein kurzer Abstecher führt nach links durch Latschengassen hinauf auf den Ahornkogel. Ein neues Gipfelkreuz empfängt uns mit seinem hellen, noch unverwitterten Holz und dem Spruch "Im Augenblick wahres Glück".

Eine halbe Stunde trennt uns noch vom höchsten Punkt der Tour. Dazu folgen wir weiter dem Steig in leichtem Auf und Ab bis zum letzten Anstieg hinauf zum kleinen Gipfelplateau der Trisselwand.

Gipfeljause, Fotos, Gipfel bestimmen, mit anderen Berggehern plaudern, die Gewohnheiten wiederholen sich. Zurück folgt man wieder dem Anstiegsweg. "Appelhaus 3–4 Stunden" steht auf einer in die Jahre gekommenen Tafel.

Über die Brunnwiesenalm und die Henaralm führt ein einsamer Weg über das Plateau weit hinein ins Tote Gebirge bis zum Appelhaus. Aber wir steigen weiter ab.

Erste Gedanken an ein Bad im See, an einem schönen Spätsommertag ganz normal, im Herbst freut man sich auf ein erstes Getränk auf einer sonnigen Gasthausterrasse. Aber erst kommt noch der Abstieg.

Jetzt im Herbst sind die Wege im Wald oft feucht und rutschig, also Vorsicht auf Steinen und Wurzeln. Stöcke sind da ein gutes Hilfsmittel, um sicher nach unten zu kommen.

 

Am Wegesrand

Einkehr: Der Gasthof Trisselwand liegt direkt am Ausgangspunkt. Es gibt kalte Jausen und Getränke. Geöffnet von 12 bis 20 Uhr, Mittwoch Ruhetag. Mehrere gute Gasthöfe und Hotels laden rund um die beiden Seen zur Einkehr und auch Übernachtung ein.

Gipfelkunde: Mit der touristischen Erschließung kamen viele Kreuze auf die Gipfel. Es stehen nicht immer nur religiöse Motive dahinter. Sie dienen als Grenz- und Hoheitszeichen, dem Dank und Gedenken.
Interessantes zum Thema findet man unter: www.alpiticus.de/Wegseiten/Gipfelkreuze/gipfelkreuze.htm.

Wir finden: Gipfel sind sowieso schön und auch ohne Kreuz ist man dem Himmel näher. Für das Aufstellen von Gipfelkreuzen ist übrigens eine Genehmigung des Grundeigentümers einzuholen. Für manche Regionen sind auch weitere Bewilligungen notwendig.

Ausgangspunkt: Den gebührenpflichtigen Parkplatz beim Gasthof Trisselwand erreicht man auf einer Bergstraße, die vorm Grundlsee nach links abzweigend beginnt. Bricht man vom Altausseersee auf, folgt man von der Seevilla dem Weg am See entlang, dann zum Tressensattel.

Varianten: Man kann auch am Sattelsteig vom Südufer des Altausseersees zum Tressensattel aufsteigen und dort in die Route einsteigen. Vom Ausgangspunkt gibt es auch noch die Möglichkeit, den nicht allzu langen Anstieg hinauf zum 1201 Meter hohen Tressenstein zu machen.

Charakteristik: Schöne Bergtour auf gutem mit der Nr. 233 beschildertem Weg. Felsige Passagen im oberen Abschnitt ab dem Ribeisen, die aber keine Schwierigkeiten bereiten sollten. Achtung! Respektabstand vor den steilen Abbrüchen am Gipfel ist zu empfehlen.

1754 m: Höchster Punkt Am Südwestrand des Toten Gebirges gelegen ist der höchste Punkt der Trisselwand ein herausragender Aussichtsberg. Manchmal kann man Kletterer beobachten, die sich auf Richtung Gipfel heraufarbeiten.

Infos

Gehzeiten: 4–5 Stunden
Länge: 8,2 km
Höhenmeter: 850, Parkplatz GH Trisselwand (960 m) - Ahornkogel (1686 m) - Trisselwand (1754 m)
Internet: www.ausseerland.salzkammegut.at, www.grundsee.at
Karten: freytag & berndt Nr. 5281, Kompass Nr. 20
GPS: Die Garmin-GPS-Datei finden Sie hier: 

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Artikel Alois Peham 07. Oktober 2016 - 00:04 Uhr
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