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Im wildromantischen Pesenbachtal

Wanderung: Auftanken für Körper und Geist ist das Frühlings-Motto im Pesenbachtal. Kraft- und Kultplätze säumen den Weg zwischen Kurhaus und Kerzenstein.

Im wildromantischen Pesenbachtal

Bild: Alois Peham

Der Frühling ist eine ideale Zeit, um wieder einmal zu einer Wanderung entlang der schönsten Plätze des Pesenbaches aufzubrechen. "Es gibt immer wieder Wanderer, die zum ersten Mal hierherkommen, die sind dann ganz begeistert, wie schön es hier ist", erzählt uns Schlagerwirt Bernhard Berger bei unserer Einkehr. Im Jahr 2014 wurden unter dem Motto "Wege zur Heilung" Kraft- und Kultplätze entlang des munter sprudelnden Baches beschildert. Vom Kurpark bis zum Kerzenstein findet man an 23 Standorten Anleitungen zur Wahrnehmung der Naturheilkräfte und wandelt auch auf Kneipps Spuren.

Mächtige Granitblöcke türmen sich entlang der engen Talschluchten des bei St. Peter am Wimberg entspringenden Pesenbaches, der bei Ottensheim in die Donau mündet. Vom Parkplatz beim Waldbad folgt man dem beschilderten breiten Kerzensteinweg auf der rechten Bachseite. Waldandacht und Gaiskirche sind die ersten Stationen im Naturschutzgebiet. Vorbei an der Schlagerhütte, einer kleinen Unterstandshütte, erreicht man eine Abzweigung zum Schlagerwirt.

Wir bleiben aber geradeaus, der Weg wird zum Steig und schlängelt sich oberhalb des Baches ins Tal, das immer enger wird. Wildromantisch geht es in leichtem Auf und Ab weiter. Grüner Tümpel, Schwarze Klamm, Floßgasse, Sunntümpel, Bachstelzenstein, Blauer Tümpel, Blaue Gasse, Steinernes Dachl, Gelbe Tümpel und schließlich Teufelsbottich, Namen, die die Phantasie anregen, hier entstehen Sagen und Mythen. Ein kurzer steiler Anstieg führt hinauf zum Kerzenstein und weiter zum Bauernhof Fürstberger.

Eine Erfrischung unter der großen Platane bei der Kapelle ist der Lohn der kurzen Mühe. Gemütlich wandert man von hier die Straße hinab bis zur Abzweigung zum Schlagerwirt, der bald darauf erreicht ist. Man kann ruhig etwas länger sitzenbleiben, denn der Weg zurück ist nicht mehr lang.

Hinab ins Tal und nach links erreicht man bald eine Brücke und am anderen Ufer entlang geht es dem Ausgangspunkt entgegen. Am Weg passiert man noch die Brunoquelle und das Juliusbründl, die den Kurbetrieb in Bad Mühllacken begründet haben.

INFOS ZUR TOUR

Ausgangspunkt: Den Parkplatz beim Waldbad nahe dem Kneippkurhaus von Bad Mühllacken erreicht man von der Abzweigung der B 131 zwischen Ottensheim und Aschach. Von der Bahnstation Gerling der Mühlkreisbahn ausgehend kann man ebenfalls das Pesenbachtal durchwandern.

Charakteristik: Schöne abwechslungsreiche Wanderung ohne besondere Schwierigkeiten. Im
engeren Schluchtbereich sind festes Schuhwerk und trockene Wege angenehm. Kurzer steiler Anstieg zum Kerzenstein. Durchgehend beschildert mit Pesenbachtalweg.

Varianten: Nahe der Brunoquelle zweigt der Prälatensteig ab, der von hier in einer guten Stunde nach Aschach führt. Vom Schlagerwirt ausgehend kann man auch dem Schuhplattlersteig folgen, der in einer Runde hinab zu den Naturplätzen im Pesenbachtal und wieder zurückführt.

Gehzeiten: 3 Stunden Länge: 8,5 km, 230 Höhenmeter, Bad Mühllacken (278 m) - Kerzenstein (470 m) - Fürstberger (485 m) - Schlagerwirt (390 m)

GPS:

Karten: Kompass Nr. 202

460 m: Der Kerzenstein, eine 12 Meter hohe Granitsäule, ist das Wahrzeichen des Pesenbachtales. Die zwei übereinander getürmten Felsblöcke, die durch Wollsackverwitterung entstanden sind, erinnern an eine Kerze.

www.feldkirchenanderdonau.at

Am Wegesrand

Einkehr:  Am höchsten Punkt der Wanderung liegt die Jausenstation Fürstberger. Hausgemachte
bäuerliche Schmankerl wie der gschmackige Kochkas und ein erfrischendes Glas Most oder Apfelsaft werden garniert mit dem Blick über die Landschaft. Geöffnet Freitag ab 17 Uhr und Sonntag ab 13.30 Uhr

Inmitten grüner Wiesen über dem Pesenbachtal lädt der Schlagerwirt zur Einkehr. Im Sommer sitzt man im überdachten Salettl, sonst in den gemütlichen Stuben. Hochwertige Produkte vom eigenen Hof werden hier verkocht. Saisonal und regional wird hier gelebt. Gulasch vom Weideochsen, Erdäpfeltaschen mit Bärlauch, Frischkäse, verschiedene Jausen, das ist nur ein kleiner Auszug aus der Karte. Geöffnet von Donnerstag bis Sonntag. www.schlagerwirt.at

Bad Mühllacken: Schon seit 1364 wird die Heilkraft der Brunoquelle genutzt und somit ist Bad Mühllacken eines der ältesten Heilbäder Österreichs. Aus dem Badebetrieb wurde ein Kurhaus und eine Kur dauerte um 1750 bereits 30 Tage. Seit 1930 wird das Haus von den Marienschwestern als Kneipp Kurhaus geführt. www.badmuehllacken.kneippen.at

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Artikel Sabine Neuweg und Alois Peham 22. April 2016 - 00:04 Uhr
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