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Drei Seen auf einen Ausblick

Bergtour: Hoch über dem Toplitzsee führt ein gut angelegter Weg hinauf zu einem außergewöhnlichen Drei-Seen-Blick. Danach werden die Gewässer erkundet.

Drei Seen auf einen Ausblick

Bild: Alois Peham

Eingebettet zwischen den Berggipfeln des Toten Gebirges liegen in einem felsigen Talschluss hinter dem Grundlsee noch zwei Kleinode der Salzkammergutseenlandschaft: der Toplitzsee und der Kammersee.

Ein schöner Weg führt durch Wälder hinauf zum großen Ausblick. Wieder unten angekommen, begibt man sich dann auf die Spurensuche der Geheimnisse, die vor allem den Toplitzsee umgeben. Start der Wanderung ist beim Badeplatz hinter den beiden Gasthöfen am Ende des Grundlsees. Man folgt noch kurz der Straße und schwenkt bald nach links ein.

Der Kräuterrundweg führt zwischen Stimitzbach und Gößler Wiese zu einer Wegkreuzung bei einer Forststraße. Hier findet man eine Beschilderung zum 3-Seen-Blick. Eine Kehre noch, dann zweigt rechts der Weg ab und führt durch Schläge, dann hoch über dem Toplitzsee nach Nordosten. Kurz vor einem kleinen Steinbruch erreicht man wieder eine Forststraße, folgt dieser leicht bergab und kommt dann zum letzten Anstieg hinauf zum Blick über die Seen. Am Anstiegsweg geht es zurück bis zur Kreuzung am Beginn, hier bleibt man geradeaus, und mit einem Abstecher zur Ranftlmühle erreicht man wieder den Ausgangspunkt. Am breiten Geo-Trail wandert man von hier bequem durch Wald zum Toplitzsee. Die Plätte bei der Fischerhütte wartet schon auf die Passagiere.

Der tosende Ursprung

Über den See gleitet man vorbei an Wasserfällen zur Anlegestelle, es folgt der kurze Weg hinüber zum kleinen Kammersee. Hinter dem Kammersee sieht man einen tosenden Wasserfall. Es ist der Ursprung einer der Hauptzuflüsse der Traun, der Grundlseer Traun. Nach der Einkehr und dem Eintauchen in den Mythos Toplitzsee bei der Fischerhütte wandern wir auf einem anderen Weg zurück. Erst folgen wir der Straße Richtung Gößlerwand, bald aber zweigt nach links ein Weg ab, der am Toplitzbach entlang führt, diesen überquert und schließlich kurz vorm Ausgangspunkt wieder auf den breiten Geo-Trail einmündet.

INFOS ZUR TOUR

Ausgangspunkt: Den gebührenpflichtigen Parkplatz (3 Euro Tagesgebühr) beim Badeplatz am Ende des Grundlsees erreicht man auf der Straße, die von Bad Aussee kommend am Nordufer entlangführt. Am Grundlsee startet auch die 3-Seen-Tour. www.schifffahrt-grundlsee.at/de/die-drei-seen-tour/

Charakteristik: Schöne Bergwanderung auf beschilderten Wegen und Forststraßen. Der erste Teil führt am Kräuterwanderweg bis zur Abzweigung. Im letzten Anstieg hinauf zum 3-Seen-Blick noch
einige felsige Passagen, eine Querung dabei mit einer kurzen Seilsicherung.+

Varianten: Keinesfalls entgehen lassen sollte man sich die Fahrt mit der Plätte (zehn Euro) zum Ende des mit vielen Geschichten und Mythen bedachten Toplitzsees. Eine kurze Wanderung führt zum idyllischen Kammersee mit dem Blick zum Wasserfall am Traunursprung.

Gehzeiten: 4 – 5 Stunden mit Toplitzsee

Länge: 16 km

Höhenmeter: 650, Parkplatz Grundlsee (710 m) – Drei-Seen-Blick (1195 m) – Toplitzsee (718 m)

Karten: freytag & berndt Nr. 082, Kompass Nr. 20

GPS:

www.ausseerland.salzkammergut.at, www.grundlsee.at

 

Einkehrschwung
In Gößl gibt es zwei Einkehrstationen. Das Gasthaus Rostiger Anker und der Gasthof Hofmann, beide mit Seeblickterrassen. Die Fischerhütte ist die beliebte Einkehrstation für die Ausflügler zum Toplitzsee. Die Fischspezialitäten sind berühmt und eine Reservierung ist oft von Vorteil. Man sitzt im Gastgarten am See oder in den Stuben. Mittwoch Ruhetag.
www.gasthofhofmann.at
www.rostiger-anker.at
www.toplitzsee.at

Geheimnisse um den Toplitzsee
Auf Tafeln vor der Fischerhütte findet man Presseberichte über die Schatzsuche und Mythen, die den 103 Meter tiefen See umranken. Ein Goldschatz wurde bisher nicht gefunden, dafür gefälschte Pfund-Banknoten, Kriegsrelikte und Geheimdokumente aus der Nazizeit. Und eine schwere Metallkiste gefüllt mit Bierkapseln und abgenagten Schweinsknochen, die eine Ausseer Stammtischrunde versenkt hatte. Der Schabernack gelang und die Kiste wurde bei einer der Schatzsuchaktionen mühsam geborgen. Kein Mythos ist, dass Erzherzog Johann von hier seine Jagdausflüge ins Tote Gebirge startete und seine spätere Ehefrau, die Postmeisterstochter Anna Plochl, kennenlernte. Ein Denkmal am See erinnert daran www.toplitzsee.at.

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Artikel Sabine Neuweg und Alois Peham 22. September 2017 - 00:04 Uhr
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