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Die Kasberg-Almrunde aufs Spitzplaneck

Tour: Durchs Skigebiet Kasberg führt diese lohnende Wanderung hinauf zum Blick ins Tote Gebirge und auf den Almsee. Zwei Einkehrstationen komplettieren den Genuss

Speichersee

Bild: Alois Peham

Abwechslungsreich ist diese Runde obwohl sie teilweise durch das Skigebiet führt. Besonders die Ausblicke vom Spitzplaneck können beeindrucken und mit der Sepp-Huber-Hütte gibt es unterwegs auch eine Einkehrstation.

Wir folgen für diese Runde zum einen Teil der beschilderten Almrunde, zum anderen dem markierten Wanderweg Nr. 431. Vom Hochberghaus geht es auf der Forststraße aufwärts. Hier ist die Route noch ident mit dem Weg Nr. 431, der nach den Schleppliften in einer Senke nach rechts abzweigt. Abseits der Piste schlängelt sich dieser vorbei an einer Hütte durch den Wald mit kurzen Ausblicken ins Tal. Er mündet wieder in die Piste ein, um diese kurz darauf nach links zu verlassen.

Über einen Rücken kommt man höher, überquert die Piste noch einmal und steigt auf einem felsigen Pfad etwas steiler hinauf zum Gipfelplateau des Benn Nocks. Auffallend sind die leuchtend dunkelblauen Blüten des giftigen Eisenhuts neben dem Weg. Bergab erreicht man das Gebiet der Kasbergalmen.

Nach rechts führt der Almweg um den Speichersee zur Kasbergalmhütte. Hier endet die seit Langem gesperrte, asphaltierte Straße, die vom Wildpark heraufführt.

Teufelsloch, Ochsenboden

Nur gelegentlich sind Mountainbiker zu sehen, die Strecke ist nicht freigegeben, auch die Auffahrt vom Hochberghaus zu den Kasbergalmen ist mit einem Verbotsschild gesperrt. Schade, es ist eine herausfordernde Runde, die für viele Bergradler interessant wäre. Von der Kasbergalmhütte führt der breite Almweg in langen Serpentinen hinauf zum Spitzplaneck und dem nebenan liegenden Almseeblick mit Bank und Tisch.
 

Auf unserer Runde ist uns nur ein kurzer Blick in Tal gegönnt, denn bald schon setzten sich wieder Nebelfetzten durch und werden zum Vorhang. Gemütlich wandert man von hier abwärts zur Sepp-Huber-Hütte und folgt der Almrunde auf und neben der Skipiste. Zahlreiche Raststationen mit fantasiereichen Namen wie Teufelsloch oder Ochsenboden laden zu einer Rast, ehe man zurück zum Ausgangspunkt beim Hochberghaus kommt.

 

INFOS ZUR TOUR
 

Ausgangspunkt: Von Grünau folgt man der Straße Richtung Skigebiet und erreicht den Schranken der sechs Kilometer langen Bergstraße Farrenau, die beim Hochberghaus endet. Ausreichend Parkplätze vorhanden. Keine Mautgebühr bei Mindestkonsumation von 15 Euro je Auto.

Charakteristik: Beschilderte Wanderung auf
Almwegen und Abschnitten der geschotterten Straße im Skigebiet. Der Anstieg zum Benn Nock am Weg Nr. 431 ist ein schön angelegter Bergsteig. Achtung! Steile Abbrüche vom Spitzplaneck und vom Almseeblick ins Tal.

Varianten: Wer die Runde zu einem Tagesunternehmen ausbauen möchte, folgt dem Weg Nr. 431 hinauf zum 1747 Meter hohen Kasberggipfel. Auf kurzen Abschnitten ist Trittsicherheit notwendig und trockene Wege sind zu empfehlen. Etwa 2 Stunden zusätzlicher Zeitaufwand.

Gehzeiten: 3–4 Stunden

Länge: 11 km, Höhenmeter im Anstieg 550, Hochberghaus (1132 m) – Benn Nock (1510 m) – Spitzplaneck (1617 m) – Sepp-Huber-Hütte (1506 m)

Internet: www.almtal.at,

GPS:

Karten: freytag & berndt Nr. 081, Kompass Nr. 19

1617 m - Höchster Punkt: Das Gipfelkreuz am Spitzplaneck ist etwas Richtung der südlichen Felsabbrüche zurückversetzt. Der Ausblick hinab Richtung Almsee und in die Felswände des Toten Gebirges ist eindrucksvoll und sehr steil.

AM WEGESRAND

Für eine Einkehr und auch Übernachtung bietet sich das Hochberghaus an. Das Holz knistert im offenen Kamin und verstärkt den Duft von ofenfrischem Schweinsbraten, Kasnockn, Gröstl und Kaiserschmarren. Geöffnet ist der Almgasthof noch im Herbst bis Ende Oktober (www.hochberghaus.at). Auf halber Wegstrecke der Wanderung lädt auch die Sepp-Huber-Hütte zu einer Einkehrpause.
 

Buchtipp:
Norbert Griebl: Alpenpflanzen, Freya Verlag, 536 S.
An Hand von 91 Wandungen über den Alpenbogen stellt der Autor die Vielfalt der alpinen Blumenwelt vor. Herrliche Bilder und detaillierte Beschreibungen machen Lust auf eine eigene Entdeckungsreise. www.freya.at
 

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Artikel Sabine Neuweg und Alois Peham 09. Oktober 2015 - 00:04 Uhr
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