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In diesem ReVier ist Gemütlichkeit zu Hause

Ein ehemaliger Fleischhauer hat in Windhaag bei Perg den Kirchenwirt wiederbelebt.

In diesem ReVier ist Gemütlichkeit zu Hause

Am 17. November 2017 offiziell (neu) eröffnet: Lokal ReVier. Gemütliche Stube wie früher. Bild:

Norbert Feiglstorfer ist eben erst 50 geworden und ein "Jungunternehmer". Der frühere Fleischhauer hat einen Salto vorwärts gewagt und ist Wirt geworden. Er hat in Windhaag bei Perg den früheren Kirchenwirt wiederbelebt.

Die trendige Homepage hilft und auch der Name. ReVier heißt das Lokal mitten im Ort, in dem die Jägerschaft nicht nur mit einer Hubertuskapelle gut aufgestellt ist. Im November 2017 wurde das Gasthaus offiziell eröffnet, das auch mit einem Saal und einer Bar das Ortsleben bereichert. Vier Investoren haben das Lokal im früheren Dominikanerinnenklosters Windhaag gekauft, aufgefrischt und verpachtet.

Innen ist alles gemütlich wie früher mit Kachelofen und Schmiedeeisen-Lampen. Die Toiletten sind nagelneu.

Vorneweg sei‘s gesagt. Die Speisekarte ist kurz, aber aufmerksam heruntergekocht. Warm gespeist kann aber nur sehr eingeschränkt werden. Allgemein offen ist großzügiger. Doch ein Dorfgasthaus ist ja auch als Treffpunkt mit einer Halben oder einem Achterl gedacht.

Die Leberknödl- und Frittatenrindsuppe erfreuten uns in nicht zu knapper Menge mit Echtheit, Karotten- und Selleriestückchen (2,90 Euro). Die Spinatknödl (4 Stück!), mit brauner Butter und Parmesan-Spänen, selbst gemacht und flaumig, erfüllten ebenso die Erwartungen (10,80 Euro).

Der kleine Salat (2,80 Euro) hat hingegen noch Potenzial nach oben. Der vorherrschende grüne Salat bestand fast nur aus Außenblattln. Die drei Tomatenspeigerln wären saisonal besser im Sommer angesiedelt. Zur Ehrenrettung sei gesagt, dass er nicht als "gemischter Salat", sondern als Beilagensalat auf der Karte stand.

Das gegrillte Zanderfilet indes (13,80 Euro) überraschte mit feinem, hausgemachtem Karottengemüse, das garantiert nicht aus dem Tiefkühlsackerl kommt. Die Dillsauce bestach fein abgeschmeckt. Fürs Erdäpfelland Mühlviertel gab‘s dazu aber überraschend wenig von der köstlichen Knolle.

Der Topfen-Heidelbeerstrudel mit Schlagobers (3,50 Euro) kam noch ofenwarm im Blätterteig-Kleid. Serviert wird flink und freundlich. Getränkemäßig ist das ReVier fest in Hand der Brau Union mit etwa Wieselburger-Bier und Pago-Säften. Selbst gemacht ist der Marillen-Likör (2,50 Euro), der sich auch wunderbar dazu eignet, über den Strudel gegossen zu werden.

Vor oder nach dem Essen empfiehlt sich der 2,4 Kilometer kurze Panorama-Weg "lila", der zur schönen Aussicht, der Ruine, der Klosterkirche und (no, na) der Hubertuskapelle führt.


OÖN-Wertung: 5 von 6 Kochlöffeln
(sechs Kochlöffel = sehr gut, null Kochlöffel = enttäuschend) 

ReVier
Kategorie: Gasthaus
Klosterstr. 4, 4322 Windhaag bei Perg, Tel. 0664/2147018
Ruhetag: Mittwoch
Warme Küche: Do., Fr., Sa., 18 –21 Uhr, So. 11–13 Uhr
www.revier.bar

Zur Einkehr offen:
Mo., Di., Do., Sa. ab 16.30–2 Uhr,
Fr. ab 10, So 9–16 Uhr

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Artikel 02. März 2018 - 00:04 Uhr
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