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Die Korkenknaller aus dem Sausal

In der südsteirischen Sektmanufaktur Harkamp möchte man nur eines: Feiern und Genießen

Die Korkenknaller aus dem Sausal

Hannes Harkamp hat allen Grund zum Feiern. Bild:

Und es hat wieder plopp gemacht. Der Korken wurde von der markanten, bauchigen Sektflasche entfernt. Weder Gefäß noch Inhalt sind gewöhnlich. Die modifizierte Form erinnert an ursprüngliche Champagnerflaschen. Auch beim Inhalt werden Assoziationen mit Frankreich wachgerüttelt. Pinot Noir, Chardonnay und Weißburgunder als weißer Ersatz für Pinot Meunier wurden als Sektgrundwein in großen Holzfässern gelagert und mit klassischer Flaschengärung zum Brut Reserve ausgebaut – dem Weinshow-Sieger.

Frankophile Steirer

"Wir trinken gerne Champagner und daraus hat sich unsere Leidenschaft für Schaumweine ergeben", sagt Hannes Harkamp, der mit seiner Frau Petra das 17 Hektar große Weingut betreibt. Bei den Weinen merkt man deren Handschrift: Filigran, straffe Säure, Leichtigkeit, reife Obstnoten mit Holzcharakter. Seit 2010 wird Prickelndes produziert. Die Sekte machen 50 Prozent der Produktion aus. Tendenz steigend. In fünf Jahren sollen alle Flächen biodynamisch bewirtschaftet werden. Bis dahin wird man noch öfters die Korken knallen hören: Von der ausgezeichneten Sektmanufaktur aus der Südsteiermark.

13 verschiedene Schaumweine aus Österreich wurden zuerst von den drei Organisatoren Hans Stoll (WIFI-Sommelierausbildner), Thomas Breitwieser (Vize-Präsident vom Österreichischen Sommelierverein) und Philipp Braun (OÖN-Sommelier), verdeckt verkostet und nach dem 20-Punkte-System bewertet. Danach beurteilte das Publikum die Schaumweine nach dem gleichen System. Folgende Winzer reichten ihre Sekte ein:

Alwin Jurtschitsch, Langenlois, Grüner Veltliner Sekt Brut Nature 2012 (22,50 Euro)

Sektkellerei Goldeck, Bad Vöslau, Grüner Veltliner – die Edle 2015 (11,90 Euro)

Josef Dockner, Höbenbach, Blanc de Blanc 2013 (CH, WB, PG), Kremser Frauengrund (34 Euro)

Sektkellerei Schlumberger, Wien, Chardonnay 2015 (13,95 Euro)

Stift Klosterneuburg, Klosterneuburg, Matthäi Brut 2014 Chardonnay (15,50 Euro)

Weingut Malat, Palt, Malat Brut (CH, PN) 2013 (22,40 Euro)

Sektmanufaktur Harkamp, St. Nikolai, Brut Reserve (PN, WB, CH) 2016 (24,10 Euro)

Weingut Schloss Gobelsburg, Gobelsburg, Brut Reserve (PN, WR, GV) 2015 (17,95 Euro)

Weingut Steininger, Langenlois, Sauvignon Blanc 2015 (19,90 Euro)

Sektkellerei Kattus, Wien, Brokat Zweigelt Rosè (12,99 Euro)

Weingut Fred Loimer, Langenlois, Brut Rosé (CH, PN, ZW), 17,80 Euro

Weingut Bründlmayer, Langenlois, Brut Rosé (PN, ZW, SL), 23,90 Euro

Sektkellerei Szigeti, Gols, Muskat Ottonel Extra Dry (15,50 Euro)

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Artikel Philipp Braun 22. September 2017 - 00:04 Uhr
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