Essen & Trinken

Menü
Facebook Twitter Google+ E-Mail
Liebe, Senf und etwas "Bauernkaviar" im Mühlviertel

Franziska und Leo Friesenecker in ihrem derzeit blühenden Senf-Feld Bild:  privat

Liebe, Senf und etwas "Bauernkaviar" im Mühlviertel

Leo und Franziska Friesenecker aus Windhaag bei Freistadt sind dank "Bauer sucht Frau" seit zehn Jahren ein Ehepaar.

Von Karin Haas, 17. Juni 2017 - 00:04 Uhr

Sie hören’s nicht mehr gerne. Doch der Hinweis, dass "Bauer sucht Frau" funktioniert, ist auch nach zehn Jahren noch aktuell. Leo Friesenecker aus Windhaag bei Freistadt und seine Franziska aus Stainz in der Steiermark sind ein Bauern-Ehepaar wie aus der Bio-Werbung. Eine Erfolgsgeschichte ist auch der Um- und Ausbau des elterlichen Hofes.

Vielfalt als Zauberwort

Bio ist er seit 1995. Vielfalt statt Spezialisierung heißt das Zauberwort. "Ich wollte nicht in einen Riesen-Stall gehen", sagt Franziska Friesenecker, die in ihrem früheren Leben Software-Entwicklerin war. Jetzt stehen im Stall "nur" mehr 25 Kühe.

Dafür ist Franziska auf den Senf gekommen. Es ist nicht irgendeiner. Einen ganzen Winter lang wurde mit selbst angebautem, gelbem, braunem und schwarzem Bio-Senf experimentiert. Lange hat’s gedauert, bis die richtige Mischung aus Essig und "geheimen" Gewürzen gefunden war.

Kein Geheimnis ist, dass auch Honig und manchmal Bier dabei sind. Das hat dann so klingende Namen wie "Hofstettner-Hochlandhonigbier-Senf", gemacht mit dem Bier der bekannten Mühlviertler Bio-Brauerei.

Eine Besonderheit ist auch, dass der Senf aus Senfsaat gemacht wird, wie sie gewachsen ist. "Wir verarbeiten keine Presskuchen und geben nachher Senföl dazu, sondern mahlen die Senfkörner, wie sie gewachsen sind", sagt Leo Friesenecker. Die wenigsten wissen, dass Senfsaat reich an speziellen Ölen ist, denen auch eine natürliche antibiotische Wirkung zugeschrieben wird. Der üppige Gehalt an Vitamin E erfreut obendrein Haut und Haar.

Doch zurück zum Genuss. Denn die Frieseneckers haben sich auch an "Kaviar" gewagt. Sie mahlen dazu den Senf nicht, sondern verarbeiten die ganzen Körner eingelegt in eine spezielle Marinade. "Dieser Senf hat den richtigen Biss und schmeckt besonders gut so wie echter Kaviar auf einem Butterbrot", erklärt Franziska Friesenecker.

 

Biberhof in Windhaag

Gut, dass die Senfpflanze nicht empfindlich ist. Denn auf 800 Metern Seehöhe in Piberschlag in Windhaag bei Freistadt kann es ruppig sein. Seit 1995 ist der Biberhof mit seinen 45 Hektar, in dessen Stube die Jahreszahl 1847 steht, bio. Es gibt Rinder, Freilaufschweine, Hendln, Kräuter, Ringelblumen und Erdäpfel. Dieses Wochenende startet die Erdbeer-Selber-Ernte.

www.biberhof.com

»zurück zu Essen & Trinken«

Kommentare

Zu diesem Artikel sind noch keine Beiträge vorhanden.
Was sagen Sie zum Thema? Jetzt kommentieren

Haben Sie bereits einen Benutzernamen? Dann melden Sie sich bitte hier an.
Um sich registrieren zu können müssen Sie uns mindestens einen Benutzernamen, ein Passwort, Ihre E-Mail-Adresse und Ihre Handynummer mitteilen.
Gewünschter Benutzername
Gewünschtes Passwort
Wiederholung Passwort
E-Mail
Anrede
  Frau    Herr 
Vorname
Nachname
OÖNcard / Kundennummer (optional)
Handynummer
/

Sicherheitsfrage
Wie viel ist 2 + 2? 
Bitte Javascript aktivieren!